Der tragische Verlust der Blutlinien

Lange habe ich nicht einen so interessanten Artikel ueber die Entwicklung von Zucht und Richten gelesen.
Der Artikel ist zwar recht lang, aber jede Zeile ist nicht nur lesenswert, sondern sollte auch kritisch ueberdacht werden, wieweit diese Entwicklung auch ausserhalb Amerikas Gueltigkeit hat.
Uebersetzung: Doris Duewel

von Carol D.Hawke
Uebersetzung: Doris Duewel

Zehn Jahre lang habe ich diese bedrohlichen Themen beobachtet und studiert. Es begann mit ersten Geruechten, die ich von britischen Freunden hoerte, die den Verlust beruehmter Blutlinien und die Ablehnung persoenlicher Patenschaften hier in Amerika beklagten. Die beunruhigenden Geruechte hatten verschiedene oeffentliche Aufschreie zur Folge, nachdem sich weltweit langjaehrige Zuechter, Vorfuehrer und Richter in gemeinsamer Besorgnis zusammen taten. 

In allen Berichten vergangener, amerikanischer Jahrzehnte, sowie in vielen Jahrhunderten , in denen ueber Hundezucht geschrieben wurde, haben ernsthafte Hundezuechter immer wieder unentwegt an der Schaffung von “Blutlinien” gearbeitet.
Amerikaner neigen immer noch dazu, liebevoll und umgangssprachlich ihre Zuchtprogramme als ihre “Linien” zu bezeichnen.

Dieses waren typischerweise, direkte Hundeabstammungnachweise, die auf einen oder mehrere Hunde des Gruendungsbestandes zurueckfuehrten. Diese “Linien” entwickelten sich fortlaufend und stetig ueber Jahrzehnte weiter, waehrend Zuechter Merkmale hinzufuegten oder wegnahmen ganz wie Artisten Details von einem Meisterwerk entfernen oder es um sie erweitern.

Manchmal ging die Entwicklung im Schneckentempo voran, zu anderen Zeiten stieg sie sprunghaft an, trotzdem gaben serioese Zuechter kaum ihre “Linien” in der aktiven Arbeit auf. In der tatsaechlichen Praxis wurden Blutlnien nur verworfen, wenn ein toedlicher Defekt oder eine gefaehrliche
Seuche keine andere Option mehr boten. Fuer wenige Zuechter bedeutete solch ein Unglueck sogar das Ende ihrer lebenslangen Arbeit. 

Das Projekt war damit fuer die Betroffenen beendet. Andere wiederum fanden eine Moeglichkeit mit verwandten Tieren einen Neuanfang zu starten, die sie von dem einem oder anderen frueheren Schueler erhielten.

Der springende Punkt aber war doch, dass engagierte Zuechter loyal zu ihrem urspruenglichen Programm standen.

Jede bedeutende Blutlinie praesentierte einen unterschiedlichen Blick auf den Standard, waehrend alle zusammen aber eine vorzeigbare Version verkoerperten. Jeder Zwinger oder jede “Linie” brachte seinen eigenen Anteil an den Siegen auf oder nahm so seinen festen Platz in den Annalen der Geschichte der Rasse ein. Ob nun gross oder klein , jeder hatte ohne Zweifel seinen Anteil daran.

Man konnte auf diese “Linien” zaehlen, da sie unveraenderlich typisch waren, indem sie einen nach dem anderen Hunde hervorbrachten, die die deutlichen, unverwechselbaren Merkmale dieser “Linie” trugen.

Es zeigte sich ein bemerkenswertes, positives Maass an phenotypischer oder genetischer Konsistenz. Eine gemeinsame Praxis der naechsten Hundezuechtergeneration (die beraten wurde) war, dass man einen Gruendungsbestand an Hunden aus zwei bekannten “Linien” nahm und dann, sehr zur eigenen und Jedermanns Freude eine “neue Linie” schuf.

Klug beraten, fanden talentierte Menschen so eine Moeglichkeit das Beste aus zwei verschiedenen Linien hervorzubringen.
Solche Anstrengungen machten haeufig enge Freunde aus langjaehrigen Widersachern. Schliesslich haben beide Linien genauso einen Erfolg verursacht, wie auch stolze Grosseltern spontan vereint wurden.In wenigen Faellen, wenn die “Linien” erfolglos blieben und die Anstrengungen nicht zum Ziel fuehrten, wurde jede Seite verantwortlich fuer die fehlgeschlagenen Resultate gemacht.

Unabhaengig davon befriedigte manchmal ein gegenseitig zufriedenstellender Vorschlag, ganz gleich wie die genetische Muenze nun geworfen wurde.Schlug eine Idee nicht ein, wurde eine andere probiert, solange bis sich eventuell ein Erfolg einstellte.Der ganze Ablauf wurde unter den aufmerksamen Augen skrupuloeser Berater durchgefuehrt.

Das erfolgreiche Zuchtprogramm eines Einzelnen wurde vom Schritt ins erwachsene Zuechterleben, waehrend der vergangengenen zwei Jahrhunderte bis in gerade vergangene Jahrzehnte markiert.

Tendenzen und Trends in der Hundezucht haben kuerzlich eine ganze Serie abrupter und ploetzlicher Richtungsaenderungen genommen.Ja, die Zeiten haben sich geaendert. Aber Zeiten aendern sich unabllaesslich waehrend die Hundezucht als Hobby jetzt ein gaenzlich neues Gesicht aufweist.

Wie sollen wir diese abwegige Fassade benennen? Niemand, den ich das Vergnuegen habe zu kennen, und der sich lange genug in Hunden auskennt, kann diese Anomalie vollstaendig begreifen und genau definieren. Ist dies eine voruebergehende Phase in der Hundezucht oder ist es die Zukunft, die vielen von uns das Schwanzende eines antiken Gebildes uebergibt,das vor unseren Augen erlischt?

Die sichtbaren Merkmale dieser unverstaendlichen, unorthodoxen Annaeherung an Hundezucht machen zu erst einmal den Verlust ausgepraegter “Linien”, wie wir sie kennen ´sehr deutlich. In ihrer Folge und weiter bemerken wir den rapiden Verfall deutlich identifizierbarer Variationen innerhalb der Rassen. Das geht zurueckk auf den offensichtlichen Mangel an Entschlossenheit bekannte Linien zu bewahren oder sogar neue fuer denselben Zweck zu entwickeln. Offensichtlich, sehen viele, der heutigen Trendsetters Hundezucht als eine Sorte genetischen Sandwichs an, wo es wirklich nicht darauf ankommt, womit man die Zucht beginnt oder beendet, denn ueber kurz oder lang wird es ploetzlich doch einen Sieger hervorbringen.Was wir aber sehen ist die Absage an eine bewaehrte Praxis, in der eine bestimmte Linie oder Linien mit dem notwendigen, fein abgestimmten Merkmal des Rassestandards ueber einen langen Zeitraum gefestigt wurde.

Persoenlich habe ich zusammen mit vielen anderen, die auf traditionelle Weise zuechteten, bemerkt, dass diese neue Generation von Hundezuechtern kein offensichtliches geistiges Konzept des Rassestandards brauchte. Stattdessen wohnt ihnen der kuriose Wunsch inne keinen Ausstellungshund zu produzieren, der irgendeinen Fehler aufweist, der zum Ausschluss fuehrt oder andere ernsthafte Behinderungen, die seinen Sieg verhindern.

Wenn jede Kreatur, die von so einem Zuechter produziert wird und ihren typischen, verschlugenen Buendnissen sich vollkommen in Typ, Temperament und Gebaeude vom naechsten unterscheidet, dann ist dies offensichtlich nicht eher zufaellig, wenn nicht sogar amuesant und eigenartig – sondern vielmehr beinah beschaemend. Dieses kuerzliche Phaenomen zeigt ein echtes Dilemma fuer die Berater, die sich derzeit an Hundezuechter wenden und zweifelsohne an unsere amtierenden Richter.

Viel von dem Gefluester langjaehriger Zuechter und Richter gibt wieder, wie selten es in jeder Rasse ist, zwei Hunde mit annaehernd gleichen Vorteilen zu finden, geschweige denn in irgendeiner Klasse in einer heutigen Hundeausstellung. Es scheint, als haetten die angewandten Zuchtregeln weder Hand noch Fuss. Von dem, was man heute so zu Gesicht bekommt, muss man glauben, dass heutige Zuechter von jedem Ausflug zur Show erwarten, dass sie mit jedem gemeldeten Kandidaten gewinnen.Vorhersage. Unendlich schlimmer ist, dass viel zu viele aus jedem produziertem Wurf als Ausstellungshunde verkauft werden, ohne drauf zu achten, Qualitaet oder zukuenftige Faehigkeiten zu bewahren.

Erstaunlich, wie die simple Tatsache uebersehen wird, dass serioese, ethisch denkende Zuechter immer schon viel Zeit zu Hause verbracht haben, in dem sie planten, wie und wohin man am besten die Hunde platziert, die mehrheitlich niemals Ausstellungs- oder Zuchtqualitaet erreichen wuerden. Daraus laeuft nun mal Hundezucht auch hinaus.

Nur die besten werden fuer Ausstellungen trainiert und gefoerdert. Jeder Welpe einer ueberlegten, individuellen Verpaarung wird nun einmal kein Ausstellungshund , noch sollte man ihm Zuchtqualitaet sehen, nur weil er dieselbe illustre Ahnentafel ha. Dieser Mangel an gesundem Menschenverstand (oder diese masslose Gier, um die Wahrheit deutlich zu machen) ist einer der vorherrschenden Faktoren, die ernste Befuerchtungen bei langjaehrigen Mentoren hervorrufen, die tapfer ihren Ruf riskieren, wenn sie Neuzuechter erziehen und vorzeigen wollen ganz wie das ihre Mentoren einst taten.

Es hat sich in der Verganheit bewiesen, dass kein Mensch erfolgreich zuechten kann, ohne eine bestimmte Zuchtueberlegung im Kopf. Gleichzeitig haben ethisch verantwortliche Zuechter sie immer dahin belehrt, dass alle Tiere eines Zuchtprogramms sofort herausgenommen werden muessen, sollte die Entwicklung zeigen, dass sie nicht mit diesen Kriterien ueberein stimmt.
Dies ist die grundlegende Motivation hinter dem Beurteilen eines Hundes und die erste Vorschrift, um sie im Ring vorzustellen.

An diesem Punkt moechte ich mich auf ein bestimmtes Ereignis beziehen. Es handelt sich um eine wahre Begebenheit, sodass ich hoffe, dass alle zukuenftigen Besitzer jetzt aufmerken werden.

Als Teenager arbeitete ich sehr hart und ausdauernd fuer eine Zuechterin von Deutschen Schaeferhunden. Eines Tages sagte sie mir, dass wir zu einem reichen Liebhaber der Rasse gehen wuerden, um seinen Zwinger zu saeubern. Meine Mentorin warnte mich vorsichtig den Hunden gegenueber zu sein und nicht allzu deutlich ueber das zu sprechen, was ich dort sehen wuerde. Der bereits aeltere Mann, dem der Ort gehoerte, konnte nicht mehr richtig fuer diese Art Arbeit sorgen. Sie betonte, dass er sein ganzes Leben lang “ekzentrisch” gewesen waere. Tatsaechlich nannte jeder in unserem Viertel den Mann “ekzentrisch”.

In Jahrzehnten hatte er einen herrlichen, kompletten Zwinger mit Innen- wie auch Aussenauslaeufen auf einem gepflegten Grundstueck aufgebaut. Im Innern des Steingebaeudes befanden sich mehrere Raeume, fuer Geburten, um Welpen aufzuziehen und ein Raum, in dem alle Trophaen und Pokale ausgestellt waren. Auf dem Grundstueck befand sich ein kleineres Haus mit Wohnraeumen fuer einen Angestellten, der die Zwingeranlage betreute. Grosse Aussenanlagen, um die Hunde zu trainieren waren jetzt ueberwachsen, waehrend sie frueher von gepflegten Blumenrabatten umsaeumt waren.

In frueheren Jahren muss sich die Anlage in einer aussergewoehnlich schoenen Pracht gezeigt haben.

Einmal drinnen im Zwinger verflogen alle hochtrabenden Erwartungen. Die Hunde waren alle dermassen verschieden im Typ, dass niemand auch nur im entferntesten getraeumt haette, dass es in irgendeiner Rasse so eine Vielfalt an unterschiedlichen Tieren ueberhaupt gaebe. Da waren hochgestelltem grosse, kurzbeinige, solche mit groben, gewoehnlichen Koepfen, spitzmaeulige Exemplare und nicht einer sah auch nur entfernt aus wie der naechste. Da waren freundliche, schwanzwedelnde Hunde eingesperrt neben neurotischen, sich permanent um die eigene Achse drehenden, verrueckten Hunden, die sofort gebissen haetten, wenn man sie ansieht.
Um die Wahrheit zu sagen, es war einfach widerwaertig.

An diesem Punkt moechte ich mich auf ein bestimmtes Ereignis beziehen. Es handelt sich um eine wahre Begebenheit, sodass ich hoffe, dass alle zukuenftigen Besitzer jetzt aufmerken werden. Als Teenager arbeitete ich sehr hart und ausdauernd fuer eine Zuechterin von Deutschen Schaeferhunden. Eines Tages sagte sie mir, dass wir zu einem reichen Liebhaber der Rasse gehen wuerden, um seinen Zwinger zu saeubern. Meine Mentorin warnte mich vorsichtig den Hunden gegenueber zu sein und nicht allzu deutlich ueber das zu sprechen, was ich dort sehen wuerde. Der bereits aeltere Mann, dem der Ort gehoerte, konnte nicht mehr richtig fuer diese Art Arbeit sorgen. Sie betonte, dass er sein ganzes Leben lang “ekzentrisch” gewesen waere. Tatsaechlich nannte jeder in unserem Viertel den Mann “ekzentrisch”.
In Jahrzehnten hatte er einen herrlichen, kompletten Zwinger mit Innen- wie auch Aussenauslaeufen auf einem gepflegten Grundstueck aufgebaut. Im Innern des Steingebaeudes befanden sich mehrere Raeume, fuer Geburten, um Welpen aufzuziehen und ein Raum, in dem alle Trophaen und Pokale ausgestellt waren. Auf dem Grundstueck befand sich ein kleineres Haus mit Wohnraeumen fuer einen Angestellten, der die Zwingeranlage betreute. Grosse Aussenanlagen, um die Hunde zu trainieren waren jetzt ueberwachsen, waehrend sie frueher von gepflegten Blumenrabatten umsaeumt waren.

In frueheren Jahren muss sich die Anlage in einer aussergewoehnlich schoenen Pracht gezeigt haben.

Einmal drinnen im Zwinger verflogen alle hochtrabenden Erwartungen. Die Hunde waren alle dermassen verschieden im Typ, dass niemand auch nur im entferntesten getraeumt haette, dass es in irgendeiner Rasse so eine Vielfalt an unterschiedlichen Tieren ueberhaupt gaebe. Da waren hochgestelltem grosse, kurzbeinige, solche mit groben, gewoehnlichen Koepfen, spitzmaeulige Exemplare und nicht einer sah auch nur entfernt aus wie der naechste. Da waren freundliche, schwanzwedelnde Hunde eingesperrt neben neurotischen, sich permanent um die eigene Achse drehenden, verrueckten Hunden, die sofort gebissen haetten, wenn man sie ansieht.
Um die Wahrheit zu sagen, es war einfach widerwaertig.

Wir reinigten die Zwingeranlage und kehrten nach Hause zurueck. Danach dachte ich sehr ernsthaft eine ganze Zeit ueber Zuechten als Hobby nach.Dieses Chaos war also das Resultat jahrzehntelangen Zuechtens, das auf der vollkommen missverstandenen Vorstellung beruhte, das naemlich “Hauptsache Siegen” war und wenig darueber hinaus eine Rolle spielte.

Ich begriff mit meinen noch jungen Jahren, dass dieses Bild trostlosen Versagens fuer immer in mein Bewusstsein einzementiert sein wuerde.
Alle Preise (Schleifen und Pokale), die ueber die Jahrzehnte gesammelt wurden,.waren durch den Mangel an bestaendigen Vorzuegen dieser Hunde voellig belanglos und ohne Bedeutung geworden.

Die Anstrengungen dieses Zuechters schufen nichts von Wert und genau genommen dienten sie nur dazu, dass die Rasse sich lokal rueckwaerts entwickelte. Er hatte einige beschlagene Pokale und geschrumpelte Schleifen angesammelt, aber nichts wurde in der Konsequenz erreicht.

Wenn jemand mit so wenig zufrieden ist, dann gestehe ich, dass diese ” Ueberholspur” Denkart in Bezug auf Hundezucht, wohl nur einen extrem begranzten Wert haben kann.

Hier gebe ich allen, die meinen, Zuchtberatung sollte eine aufgegebene Kunst sein, ein weiteres Beispiel. Ein Mensch hatte von einer anderen Rasse zu dieser gewechselt, um sich darauf zu konzentrieren, eine wirkungsvolle Linienzucht auf den ueberragendsten Vererber des letzten Jahrhunderts zu betreiben. Obwohl er selbst ein Hund mit vielen grossartigen Vorzuegen war, besass er doch ebenso viele scherwiegende Fehler, die er an seine Nachkommen weitergab. Sein groesster Fehler war
ein schwacher runder Kopf, dessen Merkmal ein enger, dreieckiger Fang war (statt des geforderten breiten Fangs) mit einem engen, verkanteten Unterkiefer
Zu einem geringeren Grad war er hinten schwach gewinkelt. Ohne die sehr exakte, persoenliche Zuchtberatung, die dieser Zuechter eigentlich gebraucht haette, um dem Neuzuechter diese schwerwiegenden Defizite zu erklaeren, wurden die Fehler schnell uebersehen.

Einige Zeit spaeter, beschloss dieser verwirrte Mensch, dass der miserable Kopf, der dieses Zuchtprogramm karakterisierte, als das korrekte Bild fuer die ganze Rasse gefoerdert werden sollte.
Diese Hunde wurden ueberall in der Hundewelt in Anzeigen angepriesen, bis letztlich viele Richter begannen, diese fremdartige Ansammlung von Fehlern als eine annehmbare Version des standardgerechten Rassetyps zu akzeptieren. Diese Tragoedie waere niemals passiert, wenn nur ein besonders hervorragender Zuechter korrekt und persoenlich im Gebrauch des Rassestandarts und der modernen Blutlinien unterwiesen worden waere.
Ein qualifizierter Zuchtberater haette diesen Neuling um die unbeweglich machende blinde Unwissenheit herumsteuern koennen. Solche Richter, die den Standard weder lesen noch anwenden,die allein die Hunde durch Anzeigen (bekannnte Gesichter) beurteilen, erweisen rassereinen Hunde einen aehnlich schlechten Dienst. Sehr oft genuegt bereits der einfache Mangel an richtiger Zuchtberatung, um einen negativen Trend in einer Rasse zu festigen.

Unschaetzbare Zuchtkonzepte gehen unserer heutigen Zuechtergeneration verloren.
Entweder das oder die falsch entstandenen Masstaebe entwickeln sich unfreiwillig, durch den starsinnig dummen Mangel anderer passender Erklaerungen, zu fehlerhaften Maengel. Persoenlich kann ich nicht annehmen, dass es in der Hundewelt an ernsthaften, erfahrenen Zuchtberatern fehlt. Auch nicht an einem beklagenswerten Mangel an engagierten, loyalen Studenten, die entschlossen sind ihre Zuchtberater zu achten und mehr als ihre dummerhaftigen finanziellen Mittel einzusetzen

Besser waere es etwas in diesen Sport dauerhafter Werte zu investieren, wie etwa Zeit, Talent und Liebe zur Rasse. Ich wuerde freudig mit meinen Faeusten voller Dollars zehntausend dieser merkwuerdigen “Top-Zehn-Syndrom” Anhaenger gegen einen bescheidenen , respektvollen und loyalen Zuchtanwaerter tauschen. Mehr noch, ich wuerde einen ohne einen einzigen Penny bevorzugen.

Solch ein Wunderkind geht weit weniger verschwenderisch mit meinen kostbaren Blutlinien um, als diese verheerenden, Banknoten faltenden, Zweibeiner, die wie im Delirium erwarten, sie koennten auf magische Weise ein aus der Luft gegriffenes Zuchtprogramm kreieren, indem sie mit ein paar Dollarnoten wedeln.
Ausserdem neigen in die Irre gefuehrte Menschen dazu zu glauben, dass durch Geld verlorene Blutlinien vollkommen intakt jederzeit wieder auferstehen werden. Ich nehme an, unsere langjaehrigen Vorfuehrer fuehlen sich mehr als unwohl, wenn sie sich zwischen den vielen ploetzlich aufgetauchten Ausstellern wiederfinden, die Hunde fuer jeden Betrag sammeln und ausstellen wie Muellmaenner woechentlich Abfall von unseren Strassen aufsammeln.Dieses unglueckselige Verhalten erklaert gut, wo wir woechentlich in unseren Ringen enden! Darf ich behaupten, dass alle modernen Hundezuechter hoffnungslos vom Weg abgekommen sind?
Auf keinen Fall, nur passt diese Beschreibung haargenau auf diese befremdliche Interessengruppe.
Was aber, wenn du als neuer Zuechter Erfolg haben moechtest, aber Angst hast in dieses Muster zu verfallen? Wie kannst du diese falsche Spur erkennen, wenn du bereits auf ihr bist?
Beantworte das folgende, elementare Quiz, um dich herauszufordern.
 

1. Wieviele Huendinnen braucht man, um eine qualitaetsvolle Linie aufzubauen?
a. Fuenf (eine von jedem Toprueden in deiner Rasse)
b. Zehn (die oben genannte Gruppe plus je eine Huendin von den Spitzenzuechtern in Europa)
c. Dreizehn (viel bewirkt viel kann niemals verkehrt sein)
d. Soviele, wie Du zusammensammeln oder finanzieren kannst
e. Eine gute Huendin aus einer namhaften Linie

2. Du hast einen typvollen Wurf mit vier gut gezuechteten Welpen. Wieviele Welpen haben Aussichten auf Erfolg?
a. Vier (alle haben dieselben Eltern und dieselbe Ahnentafel)
b. Drei (einer ist ein Pet und due hast bereits ein Zuhause, falls einer der Welpen sich als Pet erweist)
c. Zwei (behalte die beste Huendin und den besten Rueden oder die besten zwei Welpen ungeachtet ihrer Beschaffenheit)
d. Keiner von ihnen bis dein Zuchtberater dir geholfen hat und dich darueber beraten, wie sie sich auswachsen werden. 
3. Was macht eigentlich Pet Qualitaet aus?
a. Ein ernsthafter genetischer Fehler
b. Eine Disqualifizierung im Standard
c. A & B zusammen genommen
d. Schlechtes Temperament
e. A, B & D zusammen genommen
f. Ein nur maessig durchschnittlicher Vertreter ungeachtet seiner Ahentafel
g. Ein Pet Zuhause wartet auf ihn

4. Was zeichnet eigentlich einen zukuenftig erfolgreichen Ausstellungshund aus?
a. Keine genetischen Fehler
b. Keine Standard Disqualifikationen
c. Showtalent, offenes Wesen
d. hervorstechende Farbe
e. Gute Laeufe und weitreichende Schrittfolge
f. Schoenes Gesicht und phantastisches Fell
g. Ein hervorragender, aufgeschlossener Rassevertreter mit einer soliden Ahnentafel
h. Ein Zuhause mit einem Aussteller wartet auf ihn

5. Welches ist der Unterschied zwischen einem Hund mit “Zuchtqualitaeten” und einem qualitativ gutem Ausstellungshund?
a. Rassedisqualifikation(en)
b. Gute Qualitaet, minderwertiges Temperament
c. Haesslicher Kopf, gesunde Laeufe
d. Schoener Kopf, armselige Bewegung
e. Grossartiger Hund mit lausiger Ahnentafel
f. Nichts dergleichen. Es sollte kein Unterschied sein
6. Wieviele Welpen pro Wurf brauchst du, um eine Blutlinie aufrecht zu erhalten?
a. Den halben Wurf
b. Ein Ruede und eine Huendin, falls einer von ihn steril sein sollte oder sich nicht gut entwickelt
c. Die zwei besten Huendinnen
d. Den ganzen Wurf fuer den Fall, dass einige nicht so gut werden, wie erwartet oder steril.sind
e. Den einen Welpen, der besser ist als seine qualitaetsvollen Eltern
f. Mit wievielen Blutlinien beabsichtigst du gleichzeitig zu arbeiten???

7. Wieviele Wuerfe pro Jahr brauchst du, um eine Blutlinie aufrecht zu erhalten?
a. Zwei, wenn es eine einfache Rasse ist oder fuenf, wenn es sich um eine schwierig aufzuziehende Rasse mit ueberlebenden Welpen handelt
b. Drei im Fall, die ersten zwei bringen es nicht
c. Soviele wie moeglich ohne dem AKC die rote Flagge zu schicken
d. Genuegend viele, um die Ausgaben zu decken
e. Einen, wenn er gut ueberdacht und sorgfaeltig berechnet wurde
f. Mit wievielen Blutlinien beabsichtigst du gleichzeitig zu arbeiten???

8. Wozu brauchst du einen Zuchtberater und warum sollte er oder sie dir helfen die Verpaarung im voraus zu berechnen?
a. Du brauchst sie wirklich nicht. Nimm ihren guten Ratschlag an oder lasse es, da es ja lediglicheine andere Meinung ist.
b. Du brauchst einen Zuchtberater nur solange bis du einen qualitaetsvollen Hund gezuechtet hast
c. Jeder, der dir mit seinem oder ihrem Lebenswerk vertrauensvoll helfen wird diese Aufgabe richtig zu meistern . Ein ethisch denkender Zuchtberater wird dich niemals absichtlich falsch beraten und wird sehr an deinem Erfolg arbeiten. Dein Erfolg ist in uebertragender Weise ihr Erfolg!
Alles, was sie kann, kann ich bereits besser!
e. Dies ist bereits mein dritter Wurf und ich bin es leid durchschnittliche Welpen aufzuziehen. Ich will endlich einen SIEGER und damit meine ich JETZT!
f. Mit welchen Zuchtberatern willst du jetzt arbeiten, da du bereits alle diese Blutlinien hast???

9. Was ist die korrekte Definition eines Wurfes mit Welpen von ueberragender Qualitaet?
a. Keiner enthaelt Standard Disqualifikationen
b. Keiner offenbart ernsthafte genetische Fehler
c. Keiner weist Welpen mit schlechtem Temperamnt auf
d. Alle Welpen haben ideale Abzeichen
e. Die Haelfte des Wurfes ist vollendet
f. Ein Welpe kam unter die zehn besten Ausstellungshunde (ich muss den Wurf sofort wiederholen!)
g. Die Qualitaet der Welpen war gleichmaessig verteilt. Die Mehrheit war bereits fertig, die Ahnentafel war vielversprechend und sie drueckten der Rasse einen dauerhaften, positiven Stempel auf
h. Beide Elternteile sind Sieger
i. Zahlungsfreudige Austeller warten ungeduldig auf sie.
Die richtige Antwort steckt in jeder Kategorie. Ausserdem sind es offenkundige Antworten. Hast du sie schnell gewusst? Falls du regelmaessig zwischen mehren Antworten geschwankt hast und jetzt verwirrt bist, solltest du dir einen guten Zuchtberater suchen. Wenn du nicht weisst, wen du in deiner Rasse fragen sollst, hoer dich auf Hundeausstellungen um.(Vergiss das Internet, du wirst kaum den Wald vor lauter Hinweisen sehen koennen ) Sammel genuegend Expertenmeinungen um eine uebereinstimmende Ansicht zu erhalten.
Ein sehr guter Zuchtberater ist seit mehr als zehn Jahren erfolgreich in der Rasse, hat viele Champions und einen oder mehre Vererber hervorgebracht.
Gewissenhafte Zuchtberater ueberwachen sehr sorgfaeltig die genetischen Fehler in ihren Linien in jeder Generation und koennen das auch beweisen. Solche Menschen wollen natuerlich nur ernsthafte Studenten beraten; vergeuden sie also nicht deren Zeit und machen sie ungluecklich, falls sie nicht einer von diesen sind.
Wenn sie auf lange Sicht gesehen nicht diesem Hobby froenen wollen, geben sie es jetzt auf, solange der Abgang noch gut ist.
Erfolgreich Hunde zu zuechten hat viel mit sehr guten Beziehungen, langjaehrigen Kosten, einer unbezaehmbaren Liebe zu Hunden und gewissenhafter Entschlossenheit zu tun. Falls ihr ideales Hobby nur darin besteht zu gewinnen und sich so schnell wie moeglich einen grossen Namen zu machen, verfuegen sie nur ueber eine unerkannte Verlierer Mentalitaet und benoetigen dringend eine gute Zuchtberatung.
Ich gebe zu, es ist eine strenge Ansicht, aber, wenn sie sich fuer ein Weitermachen entscheiden, werden sie noch viele mehr von dieser Art entdecken.
Wie auch immer, wenn sie ihre Rasse wirklich lieben und es ist ihr Herzenswunsch eng mit ihr verbunden zu sein, dann zuechten sie eine Linie mit gesunden, gluecklichen, einwandfreien Hunden aus bewaehrten Linien. Dann finden sie mit allen Mitteln einen guten Zuchberater oder zwei und kleben sie fest an ihnen.
Wenn sie ihr Leben lang ein Studierender bleiben wollen, wenn sie Ratschlaege bescheiden und dankbar von denen annehmen koennen, die gern ihre Anstrengungen in Hundefragen mit ihnen teilen, dann verdienen sie einen guten Zuchtberater. Wenn Respekt in ihrem persoenlichen Vokabular einen hohen Stellenwert hat und sie nicht vorgeben alles zu wissen, dann eignen sie sich dazu ein wertvolles Mitglied der Zuechtergemeinschaft zu werden.
Ehrlich gesagt, erinnere ich mich nicht an einen einzigen Spitzenzuechter, der voellig allein erfolgreich wurde,
Eines Tages werden sie feststellen, dass sie ein bekannter, qualifizierter Zuechter sind und selbst Anfaengerzuechter beraten koennen!
Sie werden in einer weltweiten Gemeinschaft von engagierten, ethischen, leidenschaftlichen Menschen aufgefangen sein, die sie langsam aber sicher aufgenommen haben.
Nur ein mahnendes Wort noch, falls Sie gerade anfangen sich als Berater auszubilden und sich bewusst querdenkende, bekannte Berater aussuchen, die Sie unter ihre Fittiche nehmen werden: die Hundewelt kann ploetzlich ein sehr einsamer und kalter Ort werden!
(Dies ist keineswegs eine Empfehlung fuer aufrichtig ehrliche Fehler, die jeder von uns von Zeit zu Zeit machen kann.) I erinnere mich an eine der ersten Personen, die je meinen Ehemann und mich berieten.Bei einem in unserem Haus abgehaltenen Clubtreffen, warnte er uns vor jedermann, der uns verliess, “diese Leute kommen nur, damit Sie ihnen bei ihrem Start helfen. Sowie Sie ihnen geholfen haben, stossen sie Ihnen ein Messer in den Ruecken und Sie koennen ihnen nie wieder vertrauen!” Ich zuckte innerlich zusammen und fragte mich, ob unser Clubvorsitzender vielleicht unter Drogen stand oder nur ein uebermaessig dramatischer Typ sei.Damals dachte ich, es sei nur ziemlich laecherlich.
Jahre spaeter begann ich diese Feststellung zu schaetzen, die ich damals nur fuer paranoid hielt.Jeder, der auch nur seit 10 Jahren in der Hundeszene dabei war,beraet bereits Anfaenge. Das kommt uns ganz selbstverstaendlich vor. In diesem fuehen Stadium ist das ungefaehr so als ob ein Teenager ein Kleinkind beraet.Zehn Jahre spaeter veraendert sich die Situation wiederum und wir fuehren als Erwachsene Teenager.
Jede Beratungbeziehung durchlaeuft ein gegenseitiges Wachsen verschiedener Aspekte.Nur so sollte ein Beratungsverhaeltnis Fortschritte machen. Beim anfaenglichen Ueberpruefen faellt uns eine bizarre Panne im System auf, wenn man es so ausdruecken will.
Ungefaehr nach fuenf Jahren verlassen manche Studenten aus unterschiedlichen, hinterhaltigen Gruenden die Ausbildung, weil sie keine Lust zum Lernen haben.Stattdessen gehen sie ihren eigenen Weg, der zumeist in die Geschaeftemacherei fuehrt, indem sie ihre Nase ueberall hinein stecken oder, was sogar ueblicher ist noch dazu hinter dem Ruecken ihrer frueheren Mentoren. Einige versuchen sogar den Ruf ihrer frueheren Berater in geradezu flegelhafter, ungehoeriger Weise zu zerstoeren.
Liest man jedes Handbuch ueber Hundezucht und Genetik. das je geschrieben wurde, so bringt es noch lange nichts, wenn diese nunmehr freien Studenten anfangen mit den verschiedensten Blutlinien Wuerfe heranzuziehen (besonders aus solchen merkwuerdigen, zusammengewuerfelten Kombinationen). Vor allem behalten diese Studienabbrecher zuerst einmal die verkehrten Welpen und lassen die herausragenden und vielversprechenden im Wurf gehen, womit sie ihre eigenen Fehler nur bestaetigen. Ohne die richtige Beratung sind sie verloren in der Welt der Ahnentafeln,Hundebetreuung und der der Ausstellungen.
Trotzdem kaempfen diese duemmlich stolzen Leute lieber allein, als den Tatsachen ins Gesicht zu sehen und sich bei den honorigen Beratern zu entschuldigen, die sie vergraemt haben.
Ich habe etliche vin ihnen beobachtet, wie sie jeden Welpen, den sie verkaufen wollen, mit Baendern kennzeichneten, immer in der Sterbensangst, sie koennten diesen schrecklichen Fehler wiederholen.Ein ganzes Team von Tieraerzten wird weniger Erfolg haben beim Diagnostizieren solch merkwuerdiger Einfaelle und verschiedener Stadien dieser Linien als ein einzelner langjaehriger Zuechter.Es ist unmoeglich die Zahl der durch eine gute Beratung noch lebenden Welpen auch nur zu schaetzen, aber ich nehme mal an, es werden ein gutes Dutzend per erfolgreichen Mentor sein. Es bekuemmert mich ohne Ende, dass einige Tieraerzte alle Hundezuechter wie Einfaltspinsel behandeln.Praktisch sind wir ein Team und es gibt keinen Zweifel, dass wir Leben retteten, wo ihre professionelle Ausbildung und Training es nicht konnte.Ob Tierarzt und Hundezuechter oder Mentor und Student, es geht doch immer um ein wirksam funktionierendes Zusammenarbeiten.
Fehlt der Respekt, wird keine Zusammenarbeit funktionieren. Dennoch erkennen wir bei Studenten der Hundezucht und des Vorfuehrens, bei denen wir ernsthafte Bemuehungen vermuten, wie sie ihre gewissenhaften Mentoren verunglimpfen!
Mike und ich haben Anfaenger in der Welt rassereiner Hundezucht waehrend der ganzen Zeit unserer Ehe beraten. Ich erinnere mich ,ich an nur wenige Momente, in denen meine Gefuehle durch eigene Famillienmitglieder so verletzt wurden wie durch bestimmte Hundeleute, die wir beraten haben. Vielleicht gehoert es zur menschlichen Natur die zu sehr kontrollieren zu wollen, die wir gelegentlich beraten. Es kann sein, dass wir zu sehr beschuetzen wollen, damit andere sie nicht schrankenlos ausnutzen.Wie auch immer, sie in diesem zunaechst intensivem Stadium zu beraten, solte niemals ueber den Punkt hinausgehen, wo der Lerndende eigentlich bereits sein eigenes erfolgreiches Programm gefunden hat.
Es muss eine klare Begrenzung geben zwischen Manipulation und Fuehrung.
Dennoch, eine Entlassung aus qualitaetsvoller Beratung kann nur ein unklugerweise Wunsch sein, weil der erste Sieger gezuechtet wurde oder fuenf Jahre in der Hundezucht mit diesem Ziel vergangen sind.Armselige Beurteilung durch den, den man beraten hat ist niemals so hart zu schlucken wie voellige Missachtung ohne, dass sie herausgefordert wurde.
Ohne Zweifel wird es manchem Leser unklug vorkommen, dass ich viele hervorragende Welpen mit Ausstellungsqualitaet an vollstaendige Neulinge verkaufte. Ich erinnere mich nur zu gut daran, wie schwierig es war einen Hund von Qualitaet zu bekommen. Genauso wichtig war mir, dass ich meine Hunde nicht aus riesigen Zuchtanlagen erwerben wolle, wo Zuchthunde in uebereinander gestapelten Boxen in Kellern oder Garagen gehalten wurden.Also bestand ich darauf, Neulingen eine Chance zu geben, die ihre Hunde im Haus hielten als Familienmitglieder hielten. Jeder von ihnen gab mir ein muendliches und schriftliches Versprechen.
Nur eine handvoll hielten sich an die vertraglichen Vereinbarungen. Eine derer, die beraten haben waren ausserordentlich erfolgreich (die geduldige Minderheit), waehrend andere perfekt gute Hunde ruinierten.Ein Anfaenger, dem wir einen Welpen mit bester Quakitaet verkauften, zweifelte fortwaehrend daran, dass der Hund je sein ganzes Potential erreichen wuerde.Wie auch immer, er reifte genau zu dem von mir angenommenen Zeitpunkt heran und der Hund vollendete seine Karriere mit einem Tusch.
Tatsaechlich sammelte dieser Hund regelmaessig seine Verdienste bis er anfing auf nationaler Ebene zu gewinnen. Dieser augenscheinlich glueckliche Ausgang wurde kurz darauf voellig zerstoert, als ich einen Welpen dieses Hundes kaufen wollte. Ich hatte die Hoffnung diese Blutlinie zurueck zu gewinnen,die ich einst verkauft hatte, um mehr unabhaengige Richter zu bekommen. In meiner altmodischen Denkweise, glaubte ich , dass meine Bitte von dem dankbaren Neuling als eine Ehre angesehen wuerde, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass der Preis beinah zweimal so hoch war wie der urspruengliche Welpe von mir., dazu noch mit starken Einschraenkungen.ch wurde dazu sehr formell davon unterreichtet, dass “es lediglich ein Geschaeft waere zu dem heute ueblichen Preis”.
Ihr kleinen Hundehaendler, was glaubt ihr, wer ihr seid? Lasst uns fuer eine Minute innehalten und die Feststellung verdauen, dass Hunde zu verkaufen “lediglich ein reines Geschaeft” waere.Es ist noch nicht lange her, als euer Mentor euch seinen Welpen als Ursprungshund fuer eure Zucht, anvertraute.Darueberhinaus, wenn ihr ueberhaupt den Anspruch erhebt,irgendeine Liebe fuer die Hunde zu empfinden, sind sie doch niemals “nur ein Geschaeft”.Und falls sie das fuer euch sind, so sind sie fuer euch jedenfalls kein Hobby mehr – sondern ihr seid Haendler, die besser ihr Motto “kauft vom Zuechter” in eins geaendert haetten, das eure habgierige Mentalitaet widerspiegelt.
Zweitens sollte keiner, der noch lernt und ganz am Anfang steht, jemals Hoechstpreise fuer einen Wepen verlangen, da er weder die Erfahrung besitzt, noch die Glaubwuerdigkeit hat, um diesen Preis zu rechtfertigen.
Wenn du ein Jahrzehnt oder zwei durchgehalten hast und dabei beachtliche, herausragende Hunde gezuechtet hast, die einigen Einfluss auf deine Rasse haben und wenn du ausserdem imstande bist,
peinlich genau die allgemeine Entwicklung einer Blutlinie zu lenken und voraus zu sagen, so wie es dein Mento konnte, dann und NUR DANN nimm einen entsprechenden Preis.
Zweitens sollte keiner, der noch lernt und ganz am Anfang steht, jemals Hoechstpreise fuer einen Wepen verlangen, da er weder die Erfahrung besitzt, noch die Glaubwuerdigkeit hat, um diesen Preis zu rechtfertigen.
Du hast aber nicht gerade bemerkenswerte Hunde gezuechtet, deren Ahnentafeln einerseits diese unerhoerten Preise rechtfertigen, noch kannst Du auch nur annaehernd und im Entfernesten die volle Wirkung angeborener Fehler und Vorzuege erfassen, die diesen Blutlinien zu eigen sind. Weder Fotos noch Geruechte aus zweiter Hand werden dir diese Informationen verdeutlichen.Lediglich ein vertrauensvoller, erfahrener Mentor kann dir diese Richtung in der Zucht offenbaren. Diese Information wird er niemals absichtlich einem Dummkopf mitteilen.
Waehrend ich den klugen Fussabdruecken meiner eigenen Mentoren folgte, versaeumte ich es fuer einen vielversprechenden Ausstellungshund den vollen Preis zu verlangen bis mir als Zuechter fuenfzehn Jahre spaeter dieser Schlag unterhalb der Guertellinie galt.
Wir haben kaum einmal Bedingungen an den Kauf eines Hundes geknuepft und forderten in all den vielen Jahren nur ungefaehr fuenfmal einen Welpen aus einem verkauften Hund zurueck. Wir forderten damals auch nicht einen Welpen unserer Wahl fuer einen Deckakt noch verlangten wir, dass wir einen Wurf mit einer verkauften Huendin machen koennen.
Fuer unsere Deckrueden, so sie von uns freigegeben waren, verlangten wir eine Deckgebuehr, die seinem NACHGEWIESENEN Wert als Vererber entsprach. Offensichtlich haben wir in der modernen Hundewelt einen Punkt erreicht, an dem hartgesottene Geschaeftsprinzipien den guten Geschmack und
Anstand vollstaendig ueberschatten. Es gibt bereits genuegend Profiteure ausserhalb der serioesen Liebhaberwelt, sodass wir uns ganz sicher diese Methoden nicht auch noch innerhalb unserer Welt wuenschen.
Viele Hundezuechter sind augenscheinlich von einer Selbstbedienungsgier infiziert worden , die den notwendigen Respekt fuer Mentoren untergraben haben, wie auch den wahren Wert reinrassiger Hunde so weit herabgewuerdigt haben, dass es einen ansonsten herrlichen Sport zu einem schaebigen Spiel degradiert haben.
In Wahrheit muessen die Herzen dieser Generation sich in ein dankbares, sensiblen Verhalten verwandeln, um so in dieser Welt wiederaufzuauftauchen.
In einem anderen, frustierendem Fall nahm eine langjaehrige, sympathische Mentorin einen Kandidaten unter ihre Fittiche, den man nur als “fragwuerdig” beschreiben konnte. Dieser Student befand sich in einer sehr fragwuerdigen Lage, da er seinen Zuchtbestand aus sehr schlecht beleumundeten Quellen erstanden hatte und seine Welpen ueber ein “puppy mill” Netzwerk veraufte. Wie auch immer, der Student schien jedenfalls entschlossen zu sein in Zukunft rechtschaffen vorzugehen und brach, wie gefordert, seine negativen Verbindungen ab. Weiterhin bestand der Kandidat darauf allen minderwertigen Zuchtbestand zu veraeussern und begann seine wenigen qualitaetsvollen Hunde Gesundheitstests zu unterziehen.
Die Beratertaetigkeit entwickelte sich so gut, dass der Schueler unter der Fuehrung seines Rasseexperten einen ueberragenden Hund mit sehr guter Ahnentafel zum Championtitel fuehren konnte.
Selbstverstaendlich wurde der Mentor wieder gebeten bei der Suche nach einem geeigeten Rueden zu helfen. Der Mentor bruetete auf Bitten des Studenten ueber Ahnentafeln verkaeuflicher Hunde solange bis sich eine hervorragende Wahl herausschaelte. Des Schuelers Wunsch entsprechend, bot sich der Mentor als Empfehlung an, da der Deckruedenbesitzer eher anspruchsvoll war.
Ploetzlich nach der Haelfte des Kurs wechselte der Schueler die Seiten und bschloss stattdessen mit einem Hund ohne Titel und einer unmoeglichen Ahnentafel zu zuechten. Vermutlich veranlassten ihn dazu finanzielle Gruende, famit die ganze Sache vereinfacht wurde. Ein sehr alter Hund von minderwertiger Qualitaet wurde dem Studenten ohne Berechnung angeboten, lediglich mit der Bedingung, einen Welpen zurueck zu bekommen. Der gerissene, zweitklassige Zechter war ueberdies imstande den naiven Studenten dazu zu verleiten, Zuchttiere aus einem Bestand zu erwerben, dessen Blutlinie frueher niemals ohne einen Pfennig zu investieren, zu bekommen war. Ueberdies wurde zur selben Zeit ein unerwuenschter Hund im Ruhestand guenstig von einem ziemlich grossen Kennel angeboten. Als der Mentor ueber diesen Verrat informiert wurde, antwortete sie ruhig und ehrlich, “wenn es moeglich waere Hunde von hoher Qualitaet bequem und billig zu zuechten, waere jeder Zuechter in Amerika gleichermaassen erfolgreich”.In beiden Faellen brach der Mentor dieser Rasse alle Bruecken zu diesem “ernsthaften Studenten” ab.
Welch anderen Grund koennte es hierfuer geben, wenn Mentoren ihre ganze Kraft und Ueberlegung fuer den Erfolg Einzelner einsetzen, die ihnen spaeter dafuer das sprichwoertliche “Messer in den Ruecken” rammen.
Man wuenscht man koennte diese unreife Taten mit dem Etikett “dummes Urteilsvermoegen” abtun, aber die gierige Motivation dahinter wuerde schnell diese ansonsten zoegerlichen Angaben zunichtemachen. Dies sind nur zwei Beispiele aus einem Dutzend schamloser Begebenheiten , von denen Mentoren von ueberall im Land regelmaessig berichten. Offenkundig nimmt die Zahl der Studenten, die das Studium abbrechen mit jedem Jahr zu.
Die einzige Belohnung, die einem Mentor fuer seinen oder ihren Einsatz je zuteil wird, ist die Genugtuung erfolgreich einen ethischen Vertreter der Rasse geformt zu haben. Nach mehrerer solch enttaeuschender Versuche im Leben eines langjaehrigen Mentors, wundert es nicht, dass so wenige ihre Zeit und ihre Begabung den fortlaufend anfragenden Neulingen , die um ihre Aufmerksamkeit buhlen, widmen wollen.
Es stimmt nur selten, dass die besten Mentoren fuer Rassehunde eingebildet sind, sondern sie sind ueber die Jahre viel zu oft verletzt worden. Wenn Du eine Rasse studierst, verwirre nicht mit Arroganz diejenigen, die emotional distanziert sind, da nicht alle auch nur im Entferntesten gleich sind. Solltest Du aber durch einen von Amerikas bekanntesten Mentoren fuer Rassehunde beraten werden, dann beweise ihr/ihm und vor allem ihren/seinen Hunden Deine Loyalitaet.
“Blutlinien”, die wir einst als solche bezeichneten, verschwinden immer schneller. Die letzten, die noch an sie erinnern, sind kostbar. fruehere, starke Begruender werden als Gelegenheit an Meistbietende im In- oder Ausland vekauft. An ihren Platz tritt an Stelle sorgfaeltig ausgearbeiteter Arbeit in Massivholz , die einst den Guetestempel lebenslanger Kunstfertigkeit trug, heute Presspappe, die mit billigem Laminat bedeckt ist. Is es moeglich, dass die Beschwoerung schematisch genetischer Auflistung in der einen oder anderen Art und Weise Amerikas Wertschaetzung von Blutlinien beendet hat?
Oder ist es vielmehr die Saettigung einer gleich grossen Zahl gieriger, selbstsuechtiger Menschen,seitens einer sich heute grundlegend aufloesenden Mannschaft angesichts neuer Hundezuechter , die es dafuer zu tadeln gilt? Die Prinzipien, die lange die Hundezucht bestimmt haben, sowohl intellektuell as auch instinktiv, sind ganz deutlich dabei zu verschwinden.
Als direkten Widerhall, wurde die Beratung eine sehr bedenkliche Aussage fuer alle, die den Rahmen fuer den Sport am Hundezuechten entwarfen.Werden sich geschulte Zuechter mit dem kompletten Wissen an die Loesung dieser Probleme herantasten? Wir waeren nur zu gluecklich, wenn dieses Programm ihre schnell welkenden Knospen aufhalten koennte. Falls Erziehung Ethik und Charakter ganz allgemein geimpft werden koennte, waere dieses Programm brauchbar . Wie auch immer, eine individuelle Beratung (wie die Elternbildung, die immer dadurch heraufbeschworen wurde) bleibt immer die einzige praktische, erprobte und wirkungsvolle Methode durch die diese perplexen Probleme gelöest werden koennen. Dieser Prozess ist ganz und gar abhaengig von willigen und wuerdigen Studenten. Es kommt mir so vor, dass wenn ein Zuechter Ausbildungsprogramm erfolgreich sein soll, dann muss eine gueltige Beratertaetigkeit fest verankert sein. Es ist absolut notwendig qualifizierte und freiwillige Berater anzuheuern, die Zuchtanfaengern als “grosse Brueder” beraten. Keine Familie funktioniert ohne gewissenhafte Eltern, noch wird irgendein Erziehungsprogramm fuer Zuechter Fruechte tragen ohne erfahrene, gewissenhafte Mentoren.Wenn alle diese Vorraussetzungen zutreffen, muss immer noch darauf geachtet werden, dass eine genuegend grosse Anzahl an studierten Mitarbeitern der Zuechterberatung zur Verfuegung stehen, damit die Zukunft der Hundeliebhaberei einer ganzen Nation gesichert bleibt.

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