Warum eigentlich Cardigans? Ich passe zu ihnen.

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Ich wurde mit meines Vaters Namen Duewel geboren. Damals empfand er mich als Gottesgeschenk und gab mir den Namen Doris. Ich fuerchte, nicht allzuviele Menschen sind da seiner Ansicht.
Damit ich beizeiten Tiere als meine Bettteilhaber empfand, kam erst ein Plueschhund in meine Wiege und später SCHOKO, ein seinem Namen innerlich und äusserlich gerecht werdender Kurzhaarzwergdackel; ihm folgte AXEL, ein kindheitsgeliebter brauner Boxer, der in meinen Jugendjahren meinen Freund
deutlich auf Platz zwei verwies.Trotzdem habe ich später drei Töchter mit ihm “gezuechtet”, wobei ich lernte, dass Menschen sich eben nur “vermehren”, was eine sichere Prognose fuer Formwert und Charakter fast unmöglich macht.Es ist wie im Lotto – bei 14 Millionen verschiedenen Möglichkeiten braucht man sehr viel Glueck.
In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhundert, begann ich im “Muenchner Boxer Klub” meine “v.den Cimbern und Teutonen” Zucht. Damals lebte ich im suedlichen Zipfel Schleswig Holsteins, wo diese kernigen Urgestalten angeblich ihr Essen jagten.
Nach 15 Jahren begeisterter Boxerzucht wurde mir leidvoll bewusst, dass diese Rasse nicht länger mehr robust war.Solche Hunde wollte ich nicht zuechten.
Zu meiner Boxerrentnerin NIKA gesellte der Zufall mir einen Boxerkontrasthund in Form eines idealen Welsh Corgi Cardigan, der seinen Urlaub mehr in meinem Bett als ausserhalb verbrachte.Danach stand fest: nie wieder eine andere Rasse. Sie sind gesund, sehr langlebig, treuer als das sprichwörtliche Gold, deren Preis immerfort schwankt. Der Cardigan schwankt nie in seiner bedenkenlosen Liebe zu seinen Menschen.
Cardigans haben die Angewohnheit nach dem Prinzip in ein Heim einzuziehen: erst ein, dann zwei, dann drei. Mitten im Umzug in einen idyllischen Restbauernhof in Worpswede-Ostersode eilte ich in den Harz und kam mit “Adda vom Galloway Yard” zurueck, einer schwarz weissen Huendin mit brindle Abzeichen. Sie war sich immer bewusst, dass sie die Urheberin derer “von Jolly Cardis” war. Bis 1993 machte ich mir einen Namen mit 11 Wuerfen, in denen fast 50 Welpen geboren wurden. Unter den Vaterrueden waren meine eigenen englischen Importrueden “Salvenik Sea Captein” und “Antoc Gregory”.”Bymil Black Treacle” war der Vater zweier Wuerfe, aus denen die bekannte “Jolly Cardis Dodo my Delight”, DODO hervorging.Als Schlusslicht meiner Import Rueden kam “Hashfan Garcon” aus dem bekannten dänischen Zwinger von Marianne Jensen. Er deckte sehr erfolgreich nicht nur in meinem Zwinger, sondern auch in mehreren finnischen Zuchten, deren Nachkommen noch heute im Ring zu bewundern sind.Viele erfolgreiche Hunde, auch in anderen Ländern, gehen auf ihn zurueck.
dodowin1DODOs 1. BOB und ich in Dänemark dodorCH Jolly Cardis Dodo my Delight

Inzwischen hatte sich mein Bedarf nach mehr Cardigan Charme und Fussspuren in Haus und Bett vermehrt. Zu “Adda v. Galloway Yard”, genannt ANNIE kam ihre Tochter “Jolly Cardis Ashley”,JENNY. Durch Krankheit und Tod der dänischen Zuechterin Eva Blåbjerg fand “Tuulantei Wendy”, WENDY ihre neuen Koseworte bei mir nun auf deutsch.
Als mein Schosshund im Flugzeug, gegen den rabiaten Widerstand eines Supervisors der Lufthansa, kam “Jezalin Fairy Fox”, FAY. Nach ihr habe ich meinen Zwingernamen in “Faydom” umbenannt, weil sie nicht nur wisdom besass, sondern im hohen Masse die Steigerung faydom. Die Lufthansa kann mich als Kundin seitdem sicher verschmerzen.
1993 fuehrte ich meine Cardigan Zucht unter dem noch unbekannten Namen “FAYDOM” fort. Doch es sollte bis zum S-Wurf dauern, bis die hinreissende “Faydom Sparkling Moonstone”, KIWI geboren wurde.Sie vererbt bis heute in ihren Nachkommen einen Wiedererkennungswert, der sie in Formwert und Wesen so wertoll machte.
1995 verfrachtete ich alle meine 36 verschiedenen Tiere, von Chinchillas,Corgis, Flaschenziegen- und Lämmer bis zu einem Norwegerpferd auf das Frachtschiff “Poseidon”,und wuenschte ihnen eine seekranklose Fahrt nach Helsinki. Ich zog es vor zu fliegen. Schräge Horizonte machen mich schon in Filmen lebensmuede krank.
Hier zuechtete ich noch einen Wurf mit “Antoc Gregory”, dessen einzige finnische Tochter “Faydom On Stage”, MILLIE Internationaler Champion wurde.
Und jetzt? Ich will es noch einmal wissen…. Ohne Cardigans zu leben ist möglich, frei nach Loriot, aber sinnlos! Darum lebe ich heute mit PENNY, RULLE und LAKKA, “Geestland’s Koal Dust”, mit der ich gern später Peter, Paul, Poseidon, Pfeffer,Pustekuchen zuechten wuerde.
Doris Duewel
Komi, Finnland

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