Die Front des Cardigan Welsh Corgi

Die Front des Welsh Corgi Cardigan

Die Front des Welsh Corgi Cardigan ist ein wichtiges Rassemerkmal. Die Cardigan Front unerscheidet sich von der aller anderer Huetehundrassen, weshalb sie besondere Beachtung verdient.

Die Vorderläufe des Cardigan zeigen eine leichte, dennoch deutliche Kruemmung. Richtern muss bewusst sein, das dieses typische Rassemerkmal ein wesentlicher Teil des Cardigantyps ist und zusammen mit der so umschlossenen Front keineswegs als krankhaft bezeichnet werden kann.

Seit vielen Jahren wurde von Autoren der Begriff “gekruemmt” (crook) verwandt, um genau den Punkt zu beschreiben, an dem die Knochen (radius/ulna)enden, die die Brust umschlosen halten und in einer Abwärtsbewegung im Vordermittelfuss enden, der seinerseits gerade sein sollte.

Der Cardigan wurde fuer die Arbeit in den gebirgigen Gebieten und den sie umgebenden Huegeln und Tälern von Wales gezuechtet. Es herrschten harte Bedingungen fuer den Cardigan bei seiner täglichen Arbeit. Diese Umgebung erforderte einen kerngesunden Hund, der widerstandsfähig und voller Kraft, verbunden mit guter Beweglichkeit imstande ist rauhem, steilen oder sumpfigem Terrain zu widerstehen.

Die korrekt konstruierte Front des Cardigan ist ausgewogen, kräftig und dem angeglichen gewinkelt, ohne uebertriebene Auswärtsdrehung der Vorderpfoten und ruht auf einem korrekten, birnenförmigen Brustkorb, der bestens geeignet ist mit den zu erwartenden Arbeitsbedingungen zurecht zu kommen.

Es ist unbedingt notwendig,dass die Cardiganfront stark und frei von Fehlern ist, damit sie einen grossen Teil des Gewichts tragen kann und damit gleichzeitig als Stossdämpfer dienen kann.Von der Seite betrachtet sollte die Schulter weit zurueck liegen (gut gewinkelt), um ein geräumiges Ausgreifen und damit eine gute Weite zu erreichen.Ist die Schulter zu kurz, wird die Bewegung durch den Oberarm behindert.Ist der Oberarm zu kurz, wird die Bewegung ebenfalls behindert.Von der Seite betrachtet, sollte die gesamte Anordnung nicht zu weit vor dem Brustkorb gelagert sein und das Prosternum der Brust sollte deutlich sichtbar sein.

Der Standard fordert kurze Beine, dennoch muss sich der Körper klar vom Untergrund abheben. Die Oberarme sind nicht gerade, denn sie schmiegen sich stattdessen um eine tiefliegende Brust, sodass die Vordermittelfuesse enger zusammenstehen als die Ellenbogen.Die Brust muss genuegend weit sein, damit die Vordermittelfuesse nicht zu eng beieinander stehen.

Uebertriebenes Umhuellen der Vorderläufe um die Brust ist genauso fehlerhaft, wie eine uebertriebene Auswärtsdrehung der Pfoten. was manchmal auch die Vordermittelläufe betrifft.Eine deutliche Ost-West Front ist beim Cardigan genauso fehlerhaft wie bei jedem anderen Hund.Von der Seite betrachtet sollten die Oberarme nicht gebogen erscheinen, noch sollten sie ueberknicken.

Von oben betrachtet, drehen die Vorderläufe leicht aus, ideal, wenn es aussieht, als wenn eine Uhr 5 Minuten vor eins steht.Von vorn betrachtet, gelten andere sichtbare Hinweise fuer eine korrekte Auswärtsdrehung, wobei die inneren Linien der Vordermittelfuesse, fast parralel zu einander erscheinen sollten. Ebenso, wenn man eine imaginäre vom Ellenbogen zum Boden zieht, sollte sie gerade die äussere Begrenzung der Vorderpfoten beruehren.Drehen die Vorderpfoten zu sehr aus, werden die äuseren Enden diese imaginäre Linie kreuzen.Eine korrekte Auswärtsstellung sollte einzig auf die Vorderpfoten begrenzt sein und keinesfalls die ganzen Vordermittelpfoten einschliessen.

Corgis sind genetisch zwergwuechsige Hunde. Ihre Laufknochen haben nicht die normale Länge. Die Kruemmung des Unterarms ist das Resultat des Längenwachstums des Radius im Vergleich zum Ulnus. Ist das unverhältnismässig uebertrieben, so werden die Ellenbogen- und/oder die Vordermittelpfotengelenke geschädigt und die ganze Front wird deformiert.

Der Schluessel,um eine stabile Gesundheit zu Gewaehr leisten, heisst Maasshalten. Cardigan Zuechter muessen sorgfältig darauf achten, die gebogenen Vorderpfoten nicht uebermässig zu betonen.Wie auch immer, Cardigans mit einer korrekt gekruemmten Front sind vollkommen gesund.Aber ich möchte betonen, das das Schluesselwort Verhältnismässigkeit ist.

Eine zu gerade Front ist schlecht aus einer Reihe von Gruenden und eine zu sehr gekruemmte Front ist schlecht aus einer Reihe anderer Gruende. Irgendwo dazwischen ist eine Front, korrekt und mit typischer Ausprägung, aber, äusserst wichtig, vollkommen gesund.
Korrekte Cardigan Pfoten sollten rund sein oder wenigstens oval. Dazu unterwärts gut gepolstert, die wohl geformten Zehen enganliegend. Die hinteren Pfoten sind weniger rund, als die Vorderpfoten. Schlanke Pfoten mit langen, flachen Zehen, häufig von schwachen Knochen begleitet, sind nicht korrekt.
Offene, flache Pfoten mit gespreizten Zehen sind vollkommen fehlerhaft.

Autor: Patrick Ormos

Blue Merle Zucht

Autor: die verstorbene Sandra (Tonkyn) Applegate, Beckrow Cardigan Welsh Corgis, England
sandratonkyn

Blue Merle ist entweder eine Farbe, die Du von Anbeginn an liebst oder so sehr verabscheust, dass Du sie niemals akzeptieren wirst.
Ich habe diese Farbe seit meinem sechsten Lebensjahr an geliebt als ich meinen ersten Blue Merle bei CRUFTs sah. Seit dieser Zeit wollte ich einen besitzen.
Als ich 14 Jahre alt war gelang es mir endlich, einen Blue Merle Cardigan zu bekommen.
Nach dem zweiten Weltkrieg belebte Mrs.Thelma Gray die blue merle Farbe wieder in England. In jener Zeit war die blue merle Farbe so gut wie ausgestorben. Wir verdanken ihrer harten Arbeit, dass es diese Farbe wieder ueberall gibt.Ohne jede Ausnahme hat jeder blue merle Cardigan einige Hunde ihrer Zucht in seiner Ahnentafel.

Bis Mrs. Gray sich fuer die Farbe interessiete, gab es nur die inzwischen verstorbene Miss Wylie von “Geler kennels”, die niemals einen ihrer Hunde verkaufte oder irgendjemand erlaubte einen ihrer Hunde zur Zucht zu benutzen. Nach dem Krieg nahm man deshalb an, dass die blue merle Farbe ausgestorben sei.
Trotzalledem sah Mrs. Gray auf einer Ausstellung einen roten Cardigan mit einem blauen Auge. Sie erwähnte dem Besitzer gegenueber, dass falls er eine tricolour Huendin decken wuerde, blue merles erwartet werden könnten.Der Besitzer machte genau eine solche Verpaarung. In dem Wurf lag ein vorzueglich gezeichneter Blue Merle Ruede, den er Samson Bach nannte.

Jetzt sah Mrs. Gray die Chance selbst blue merle zu zzuechten. Allerdings brauchte sie eine gute tricolour Huendin fuer diesen Zuchtzweck. Da sie nirgendwo geeignete Huendinnen fand, entschloss sie sich den langsamen Umweg mit einer qualitätsvollen Huendin von falscher Farbe zu nehmen – rot. Von dieser Verpaarung bekam sie, was sie “Marmeladen Merle” nannte.Sie behielt Bruder und Schwester und verpaarte sie miteinander. Daraus erhielt sie zwei wirklich gute blue merles. Einer wurde ROZAVEL BLUE AT LAST.

Mit einer Ausnahme, einem Import aus den USA, stammen alle fuenf Nachkriegschampions von ihm ab.
So schulden also englische Zuechter die blue merle Farbe der Hartnäckigkeit Mrs. Grays.

Als ich mit der Cardiganzucht anfing, war ich gluecklich, dass Mrs. Gray mir half und beriet. Von ihr lernte ich das folgende ueber die Zucht blauer merle Cardigans:

1. Blue Merle und tricolour ergibt immer blaue und tri Welpen in ungefähr gleicher Anzahl. Das heisst, wirft eine Huendin in mehreren Wuerfen zusammen 30 Welpen, dann teilen die sich bei grober Schätzung in 15 blaue und 15 tri Cardigans auf.Gut möglich, dass ein oder zwei Welpen zur einer oder der anderen Anzahl gehören, aber niemals wird sich die gleiche Zahl gross unterscheiden.(A)

2. Blue Merles mit brindle point tri coloured Cardigans wird immer aber die rot pointed tricolour Farbe schwächen. Aber es werden auch blauemerle Hunde fallen mit weniger tan Abzeichen.Wieder teilt sich die Welpenzahl in ungefähr zwei gleiche Hälften, wenn die Huendin jedes Mal mit demselben Rueen verpaart wird. Man geht immer von dem Durchschnitt von 3o Welpen aus.

3. Blue merle mit schwarz und weissen Cardigans verpaart fasziniert mich durch ihre Variationen, die mit der Hautfarbe der schwarz/weissen Cardigans einhergeht.
Zum Beispiel, wenn der weiss/schwarze Partner eine blaue Hautfarbe hat, (dabei aber weder eine rosa oder weisse Hautfarbe)dann spielt es keine Rolle, ob der schwarz/weisse Partner blue merle hinter sich hat. Es werden ausschliesslich blue merle und schwarz/weisse Welpen fallen.
Wenn aber der schwarz/weisse Zuchtpartner mit einem blue merle oder tri Hund verpaart wird, fallen blue merle, schwarz/weisse und tricolours mit brindle oder roten Abzeichen.

Durch den Gebrauch von schwarz/weissen Cardigans kann man die roten Abzeichen an blue merle Welpen zurueck drängen. Sie haben die Tendenz zu stark zu werden, wenn man red pointed tris ueber zu viele Generationen einsetzt. Schwarz/weisse tendieren ebenfalls dazu das klare Silberblau hervor zu bringen und die blaue Farbe “zu reinigen”.All zu oft sehen wir das “schmutzig Blaue” Fell, wo das viele Rot im Unterfell durch die gestromte Farbe hinter einem tricolour Hund beeinflusst wird.Fuer gewöhnlich wird ein schwarz/weisser Zuchtpartner dieses Problem innerhalb einer Generation lösen.Nut manchmal kann es zwei Generationen lang dauern.

Wenn man blue merle zu schwarz/weiss verpaart, sollte man anschliessend in der nächsten Generation zu einem tricolout Partner zurueckgehen, sonst wird an in einigen Jahren ueberhaupt keine tricolours mehr finden. Das passierte beinahe in England. (B)

4. Blue merle mit blue merle verpaart. Diese Verpaarung sollte sorgfältig im voraus bedacht werden.Wenn beide blue merle Hunde viel Schwarz am Körper haben, kannst Du froh sein, wenn sie nicht zu viele Weisse bringen. Falls einer der beiden Zuchtpartner wenig schwarz am Körper hat, werden beinahe immer ein oder zwei Weisse fallen.Weisse Welpen sind fast immer taub und wahrscheinlich auch blind. Es empfiehlt sich sie einzuschläfern, um ihnen Leiden im späteren Leben zu ersparen. In einem solchen Wurf werden ausserdem blue merle und tris fallen, genauso gut können aber auch alle Welpen weiss sein.

5. Blue merle mit rot/weiss verpaart. Fuer diese Verpaarung ist eine lange Planung und viel Platz vonnöten.In der ersten Generation ist viel Zeit und Geld nötig, denn die Farbe ist nicht sehr gut.Aber, indem man einen Welpen aus dieser Verpaarung wieder mit einem schwarz/weissen Cardigan verpaart, lässt sich nach zwei bis drei Generationen der gewuenschte Effekt erreichen. Nur wenige Zuechter haben einen so grossen Kennel, dass sie es sich heutzutage leisten können, eine solche experimentelle Zucht durch zu fuehren.Aus einer solchen Verpaarung fallen blue merle Welpen mit roter Unterwolle, sowie tricolourund rot/weisse Welpen mit gelegentlich blauen Augen.Da aber meines Wissens eine solche Verpaarung in dieser Konzentration nicht gemacht wurde, kann ich keine exakten Proportionen nennen.(C)

6. Blue merle mit brindle (gestromt) verpaart. Diese Verpaarung sollte niemals gemacht werden, da beide rezessive Gene sind, die gegen einander wirken, in dem sie nicht zugelassene blue merle Welpen vererben.Dieses kann ueber eine Zeit von mehreren Generationen verheerende Schäden verursachen und Zuchtpläne zunichte machen.Es kann auch Defekte in der Leber hervorrufen.(D)

Man sollte auch nicht der alten Geschichte glauben, wonach ein Hund mit einem blue merle Elternteil “merkwuerdige Farben” verben wird. Blau wird nur fallen, wenn ein oder beide Elternteiile blau sind.Schwarz/weiss und tricolour gehören zu solchen Farben, die durch keine ihrer Gene einen blue merle Welpen produzieren können,wenn nicht ein blue merle mit ihnen verpaart wurde.

Ich habe alle hier aufgefuehrten Verpaarungen, mit Ausnahme der roten mit blau, vorgenommen. Ich kann bestätigen, dass in allen Fällen die Farben fielen, die man auch erwarten konnte.
Bedauerlicherweise verloren wir in England mit Mrs. Grays Auswanderung nach Australien einen grossen Teil unseres Pools der blue merle und tri colour Cardigans. Das bedeutete in der Praxis die Farbe tri colour vollständig verloren.Wir haben nur noch wenige rot point tricolours, die aber durch die besonnene Zusammenarbeit verschiedener Zuechter langsam wieder zurueck in unsere Linien kam.
Natuerlich wuerde ich es gern sehen, wenn die blue merle und tricolour Cardigans populärer wären. Schliesslich macht die Palette der vielen verschiedenen Farben den Cardigan so einzigartig. Die Rasse veerfuegt ueber eine der grössten Bandbreite in allen Rassen. Ich wuerde mich sehr freuen, wenn es so bliebe.
Zum Schlus möchte gern allen, die blue Merles in Australien zuechten, viel Glueck wuenschen.
Sicher ist es harte Arbeit und manches Mal wird man auf Vorurteile stossen, aber es ist auch sehr faszinierend und bringt viel Lob, wenn es einem gelingt, den richtigen blue Typ, eine schöne blue Farbe zu zuechten, die im Ring erfolgreich ist.
Nur ein Beispiel möchte ich erzählen; vor einigen Jahren erzählte mir ein Zuechterkollege und Formwertrichter, dass er niemals einem blue merle Cardigan ein Vorzueglich 1 geben wuerde. Natuerlich widersprach ich seiner Ansicht und, als er das nächste Mal die Rasse richtete, zeigte ich meinen jungen Rueden unter ihm. Ich gewann vier Vorzueglich 1 und denke, dass dies einer der zufriedenstellensten Tage fuer mich im Showring war mit meinen blue merle Cardigans.

Published in The Cardigan Welsh Corgi Association of N.S.W., 1986 Year Book

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Notes by Patrick Ormos, Phi-Vestavia Cardigans, USA

(A) This is true whether the tricolor is a brindle-pointed tri or a tan-pointed tri. Since merle is a dominant gene, a normal blue merle will pass that gene on 50% of the time.

(B) Black and white bi-colours do NOT exist in this breed. Rather they are brindle-pointed tricolors with very little extension to the points. Ms. Tonkyn’s comments re: skin color are very useful for those interested in this color. A dark skin color, and/or dark undercoat, will give a cleaner blue, while a reddish undercoat will give a “muddy” blue coat. Please note that this is NOT a red merle, simply a blue merle with a reddish undercoat. Also please note that since this breed does have red-headed tris, just as in Pembrokes, that occasionally you will get a red-headed blue merle – again an acceptable color.

(C) Again, note that the blue eye may be the result of the merling gene, in which case the dog is a merle, or it may be the result of the china blue gene, in which case the dog is not a merle. See Genetics of the Blue Eye

(D) This is, unfortunately, incorrect. Ms. Tonkyn realized this later on but did not correct this article. The liver pigment (sometimes called Dudley) is actually a dilute gene which the breed carries, along with a dilution to grey, and a dilution to very pale red.

The late Sandra Tonkyn with her famous stud “Beckrow Blue Cedar”
beckrowbluecedar860

Was macht einen Rueden zu einem exzellenten Vererber?

Doris Duewel, (Kennel Jolly Cardis, später FAYDOM),Finland

Selbstverstandlich ist, dass er ALLE Forderungen des Standards hervorragend erfuellt. Hier gilt es keine Zugestaendnisse zu machen, denn wir wollen die Rasse foerdern, sie vorwaerts bringen.
Es verbietet sich von selbst, dass ein Wurf von geringeren Eltern entsteht, “nur weil man einmal einern Wurf seines geliebten Hundes haben will”. Diese Welpen dienen nicht dem Fortschritt der Rasse. Ein geachteter, ernsthafter Zuechter hat ehrgeizige Idealvorstellungen seiner Rasse, die er ueber Jahre und Jahrzehnte in seinem Zuchtprogramm verwirklichen will.

Jetzt kommt die groesste Huerde. Ein vielfacher Champion macht noch lange keinen hervorragenden Vererber. Oft ist das Gegenteil der Fall, denn der Sieger muss sich durch Adel und Eleganz auszeichnen.
Ein Vererber dagegen, aber braucht die “Hengsthaftigkeit”, die anzeigt, dass seine uebertriebenen Mermale sich auf seine Kinder uebertragen werden. Zur Auspraegung aller Merkmale gehoert aber auch die in allen Teilen hervorragende Mutterhuendin. Es heisst, sie vererbt ca. 60 Prozent. Von ihr kommt dann im besten Fall der dazu gehoerende,erwuenschte Adel.

Drittens, kommt der Ahnentafel der entscheidenden Einfluss zu, ob ein Deckruede auch ein ueberdurchschnittlicher Vererber ist. Ein Hund, in dessen Ahnentafel sich die beruehmtesten Vererber finden, die aber nicht miteinander verwandt sind, wird das auch vererben, was er ist: ein Sammelsurium aller seiner Vorfahren.

Eine ueber Generationen kluger Zuechter hinweg verfolgte Linienzucht auf Rassetyp, korrekte Gebaeude, Formwert aller Merkmale und Temperament birgt die groesste Chance auf Vererbbarkeit.
Wohlgemerkt eine Chance, denn letztlich entscheidet die Praxis, ob sich unsere muehevollen Theorien bewahrheiten werden.

Nur die allerbesten Zuechter erleben diese Sternstunde in ihrer Zucht. Ein Zuchtziel aber sollte es allemal fuer alle Zuechter sein, die in der Zucht ihre wahrhafte Aufgabe sehen.

Der tragische Verlust der Blutlinien

Lange habe ich nicht einen so interessanten Artikel ueber die Entwicklung von Zucht und Richten gelesen.
Der Artikel ist zwar recht lang, aber jede Zeile ist nicht nur lesenswert, sondern sollte auch kritisch ueberdacht werden, wieweit diese Entwicklung auch ausserhalb Amerikas Gueltigkeit hat.
Uebersetzung: Doris Duewel

von Carol D.Hawke
Uebersetzung: Doris Duewel

Zehn Jahre lang habe ich diese bedrohlichen Themen beobachtet und studiert. Es begann mit ersten Geruechten, die ich von britischen Freunden hoerte, die den Verlust beruehmter Blutlinien und die Ablehnung persoenlicher Patenschaften hier in Amerika beklagten. Die beunruhigenden Geruechte hatten verschiedene oeffentliche Aufschreie zur Folge, nachdem sich weltweit langjaehrige Zuechter, Vorfuehrer und Richter in gemeinsamer Besorgnis zusammen taten. 

In allen Berichten vergangener, amerikanischer Jahrzehnte, sowie in vielen Jahrhunderten , in denen ueber Hundezucht geschrieben wurde, haben ernsthafte Hundezuechter immer wieder unentwegt an der Schaffung von “Blutlinien” gearbeitet.
Amerikaner neigen immer noch dazu, liebevoll und umgangssprachlich ihre Zuchtprogramme als ihre “Linien” zu bezeichnen.

Dieses waren typischerweise, direkte Hundeabstammungnachweise, die auf einen oder mehrere Hunde des Gruendungsbestandes zurueckfuehrten. Diese “Linien” entwickelten sich fortlaufend und stetig ueber Jahrzehnte weiter, waehrend Zuechter Merkmale hinzufuegten oder wegnahmen ganz wie Artisten Details von einem Meisterwerk entfernen oder es um sie erweitern.

Manchmal ging die Entwicklung im Schneckentempo voran, zu anderen Zeiten stieg sie sprunghaft an, trotzdem gaben serioese Zuechter kaum ihre “Linien” in der aktiven Arbeit auf. In der tatsaechlichen Praxis wurden Blutlnien nur verworfen, wenn ein toedlicher Defekt oder eine gefaehrliche
Seuche keine andere Option mehr boten. Fuer wenige Zuechter bedeutete solch ein Unglueck sogar das Ende ihrer lebenslangen Arbeit. 

Das Projekt war damit fuer die Betroffenen beendet. Andere wiederum fanden eine Moeglichkeit mit verwandten Tieren einen Neuanfang zu starten, die sie von dem einem oder anderen frueheren Schueler erhielten.

Der springende Punkt aber war doch, dass engagierte Zuechter loyal zu ihrem urspruenglichen Programm standen.

Jede bedeutende Blutlinie praesentierte einen unterschiedlichen Blick auf den Standard, waehrend alle zusammen aber eine vorzeigbare Version verkoerperten. Jeder Zwinger oder jede “Linie” brachte seinen eigenen Anteil an den Siegen auf oder nahm so seinen festen Platz in den Annalen der Geschichte der Rasse ein. Ob nun gross oder klein , jeder hatte ohne Zweifel seinen Anteil daran.

Man konnte auf diese “Linien” zaehlen, da sie unveraenderlich typisch waren, indem sie einen nach dem anderen Hunde hervorbrachten, die die deutlichen, unverwechselbaren Merkmale dieser “Linie” trugen.

Es zeigte sich ein bemerkenswertes, positives Maass an phenotypischer oder genetischer Konsistenz. Eine gemeinsame Praxis der naechsten Hundezuechtergeneration (die beraten wurde) war, dass man einen Gruendungsbestand an Hunden aus zwei bekannten “Linien” nahm und dann, sehr zur eigenen und Jedermanns Freude eine “neue Linie” schuf.

Klug beraten, fanden talentierte Menschen so eine Moeglichkeit das Beste aus zwei verschiedenen Linien hervorzubringen.
Solche Anstrengungen machten haeufig enge Freunde aus langjaehrigen Widersachern. Schliesslich haben beide Linien genauso einen Erfolg verursacht, wie auch stolze Grosseltern spontan vereint wurden.In wenigen Faellen, wenn die “Linien” erfolglos blieben und die Anstrengungen nicht zum Ziel fuehrten, wurde jede Seite verantwortlich fuer die fehlgeschlagenen Resultate gemacht.

Unabhaengig davon befriedigte manchmal ein gegenseitig zufriedenstellender Vorschlag, ganz gleich wie die genetische Muenze nun geworfen wurde.Schlug eine Idee nicht ein, wurde eine andere probiert, solange bis sich eventuell ein Erfolg einstellte.Der ganze Ablauf wurde unter den aufmerksamen Augen skrupuloeser Berater durchgefuehrt.

Das erfolgreiche Zuchtprogramm eines Einzelnen wurde vom Schritt ins erwachsene Zuechterleben, waehrend der vergangengenen zwei Jahrhunderte bis in gerade vergangene Jahrzehnte markiert.

Tendenzen und Trends in der Hundezucht haben kuerzlich eine ganze Serie abrupter und ploetzlicher Richtungsaenderungen genommen.Ja, die Zeiten haben sich geaendert. Aber Zeiten aendern sich unabllaesslich waehrend die Hundezucht als Hobby jetzt ein gaenzlich neues Gesicht aufweist.

Wie sollen wir diese abwegige Fassade benennen? Niemand, den ich das Vergnuegen habe zu kennen, und der sich lange genug in Hunden auskennt, kann diese Anomalie vollstaendig begreifen und genau definieren. Ist dies eine voruebergehende Phase in der Hundezucht oder ist es die Zukunft, die vielen von uns das Schwanzende eines antiken Gebildes uebergibt,das vor unseren Augen erlischt?

Die sichtbaren Merkmale dieser unverstaendlichen, unorthodoxen Annaeherung an Hundezucht machen zu erst einmal den Verlust ausgepraegter “Linien”, wie wir sie kennen ´sehr deutlich. In ihrer Folge und weiter bemerken wir den rapiden Verfall deutlich identifizierbarer Variationen innerhalb der Rassen. Das geht zurueckk auf den offensichtlichen Mangel an Entschlossenheit bekannte Linien zu bewahren oder sogar neue fuer denselben Zweck zu entwickeln. Offensichtlich, sehen viele, der heutigen Trendsetters Hundezucht als eine Sorte genetischen Sandwichs an, wo es wirklich nicht darauf ankommt, womit man die Zucht beginnt oder beendet, denn ueber kurz oder lang wird es ploetzlich doch einen Sieger hervorbringen.Was wir aber sehen ist die Absage an eine bewaehrte Praxis, in der eine bestimmte Linie oder Linien mit dem notwendigen, fein abgestimmten Merkmal des Rassestandards ueber einen langen Zeitraum gefestigt wurde.

Persoenlich habe ich zusammen mit vielen anderen, die auf traditionelle Weise zuechteten, bemerkt, dass diese neue Generation von Hundezuechtern kein offensichtliches geistiges Konzept des Rassestandards brauchte. Stattdessen wohnt ihnen der kuriose Wunsch inne keinen Ausstellungshund zu produzieren, der irgendeinen Fehler aufweist, der zum Ausschluss fuehrt oder andere ernsthafte Behinderungen, die seinen Sieg verhindern.

Wenn jede Kreatur, die von so einem Zuechter produziert wird und ihren typischen, verschlugenen Buendnissen sich vollkommen in Typ, Temperament und Gebaeude vom naechsten unterscheidet, dann ist dies offensichtlich nicht eher zufaellig, wenn nicht sogar amuesant und eigenartig – sondern vielmehr beinah beschaemend. Dieses kuerzliche Phaenomen zeigt ein echtes Dilemma fuer die Berater, die sich derzeit an Hundezuechter wenden und zweifelsohne an unsere amtierenden Richter.

Viel von dem Gefluester langjaehriger Zuechter und Richter gibt wieder, wie selten es in jeder Rasse ist, zwei Hunde mit annaehernd gleichen Vorteilen zu finden, geschweige denn in irgendeiner Klasse in einer heutigen Hundeausstellung. Es scheint, als haetten die angewandten Zuchtregeln weder Hand noch Fuss. Von dem, was man heute so zu Gesicht bekommt, muss man glauben, dass heutige Zuechter von jedem Ausflug zur Show erwarten, dass sie mit jedem gemeldeten Kandidaten gewinnen.Vorhersage. Unendlich schlimmer ist, dass viel zu viele aus jedem produziertem Wurf als Ausstellungshunde verkauft werden, ohne drauf zu achten, Qualitaet oder zukuenftige Faehigkeiten zu bewahren.

Erstaunlich, wie die simple Tatsache uebersehen wird, dass serioese, ethisch denkende Zuechter immer schon viel Zeit zu Hause verbracht haben, in dem sie planten, wie und wohin man am besten die Hunde platziert, die mehrheitlich niemals Ausstellungs- oder Zuchtqualitaet erreichen wuerden. Daraus laeuft nun mal Hundezucht auch hinaus.

Nur die besten werden fuer Ausstellungen trainiert und gefoerdert. Jeder Welpe einer ueberlegten, individuellen Verpaarung wird nun einmal kein Ausstellungshund , noch sollte man ihm Zuchtqualitaet sehen, nur weil er dieselbe illustre Ahnentafel ha. Dieser Mangel an gesundem Menschenverstand (oder diese masslose Gier, um die Wahrheit deutlich zu machen) ist einer der vorherrschenden Faktoren, die ernste Befuerchtungen bei langjaehrigen Mentoren hervorrufen, die tapfer ihren Ruf riskieren, wenn sie Neuzuechter erziehen und vorzeigen wollen ganz wie das ihre Mentoren einst taten.

Es hat sich in der Verganheit bewiesen, dass kein Mensch erfolgreich zuechten kann, ohne eine bestimmte Zuchtueberlegung im Kopf. Gleichzeitig haben ethisch verantwortliche Zuechter sie immer dahin belehrt, dass alle Tiere eines Zuchtprogramms sofort herausgenommen werden muessen, sollte die Entwicklung zeigen, dass sie nicht mit diesen Kriterien ueberein stimmt.
Dies ist die grundlegende Motivation hinter dem Beurteilen eines Hundes und die erste Vorschrift, um sie im Ring vorzustellen.

An diesem Punkt moechte ich mich auf ein bestimmtes Ereignis beziehen. Es handelt sich um eine wahre Begebenheit, sodass ich hoffe, dass alle zukuenftigen Besitzer jetzt aufmerken werden.

Als Teenager arbeitete ich sehr hart und ausdauernd fuer eine Zuechterin von Deutschen Schaeferhunden. Eines Tages sagte sie mir, dass wir zu einem reichen Liebhaber der Rasse gehen wuerden, um seinen Zwinger zu saeubern. Meine Mentorin warnte mich vorsichtig den Hunden gegenueber zu sein und nicht allzu deutlich ueber das zu sprechen, was ich dort sehen wuerde. Der bereits aeltere Mann, dem der Ort gehoerte, konnte nicht mehr richtig fuer diese Art Arbeit sorgen. Sie betonte, dass er sein ganzes Leben lang “ekzentrisch” gewesen waere. Tatsaechlich nannte jeder in unserem Viertel den Mann “ekzentrisch”.

In Jahrzehnten hatte er einen herrlichen, kompletten Zwinger mit Innen- wie auch Aussenauslaeufen auf einem gepflegten Grundstueck aufgebaut. Im Innern des Steingebaeudes befanden sich mehrere Raeume, fuer Geburten, um Welpen aufzuziehen und ein Raum, in dem alle Trophaen und Pokale ausgestellt waren. Auf dem Grundstueck befand sich ein kleineres Haus mit Wohnraeumen fuer einen Angestellten, der die Zwingeranlage betreute. Grosse Aussenanlagen, um die Hunde zu trainieren waren jetzt ueberwachsen, waehrend sie frueher von gepflegten Blumenrabatten umsaeumt waren.

In frueheren Jahren muss sich die Anlage in einer aussergewoehnlich schoenen Pracht gezeigt haben.

Einmal drinnen im Zwinger verflogen alle hochtrabenden Erwartungen. Die Hunde waren alle dermassen verschieden im Typ, dass niemand auch nur im entferntesten getraeumt haette, dass es in irgendeiner Rasse so eine Vielfalt an unterschiedlichen Tieren ueberhaupt gaebe. Da waren hochgestelltem grosse, kurzbeinige, solche mit groben, gewoehnlichen Koepfen, spitzmaeulige Exemplare und nicht einer sah auch nur entfernt aus wie der naechste. Da waren freundliche, schwanzwedelnde Hunde eingesperrt neben neurotischen, sich permanent um die eigene Achse drehenden, verrueckten Hunden, die sofort gebissen haetten, wenn man sie ansieht.
Um die Wahrheit zu sagen, es war einfach widerwaertig.

An diesem Punkt moechte ich mich auf ein bestimmtes Ereignis beziehen. Es handelt sich um eine wahre Begebenheit, sodass ich hoffe, dass alle zukuenftigen Besitzer jetzt aufmerken werden. Als Teenager arbeitete ich sehr hart und ausdauernd fuer eine Zuechterin von Deutschen Schaeferhunden. Eines Tages sagte sie mir, dass wir zu einem reichen Liebhaber der Rasse gehen wuerden, um seinen Zwinger zu saeubern. Meine Mentorin warnte mich vorsichtig den Hunden gegenueber zu sein und nicht allzu deutlich ueber das zu sprechen, was ich dort sehen wuerde. Der bereits aeltere Mann, dem der Ort gehoerte, konnte nicht mehr richtig fuer diese Art Arbeit sorgen. Sie betonte, dass er sein ganzes Leben lang “ekzentrisch” gewesen waere. Tatsaechlich nannte jeder in unserem Viertel den Mann “ekzentrisch”.
In Jahrzehnten hatte er einen herrlichen, kompletten Zwinger mit Innen- wie auch Aussenauslaeufen auf einem gepflegten Grundstueck aufgebaut. Im Innern des Steingebaeudes befanden sich mehrere Raeume, fuer Geburten, um Welpen aufzuziehen und ein Raum, in dem alle Trophaen und Pokale ausgestellt waren. Auf dem Grundstueck befand sich ein kleineres Haus mit Wohnraeumen fuer einen Angestellten, der die Zwingeranlage betreute. Grosse Aussenanlagen, um die Hunde zu trainieren waren jetzt ueberwachsen, waehrend sie frueher von gepflegten Blumenrabatten umsaeumt waren.

In frueheren Jahren muss sich die Anlage in einer aussergewoehnlich schoenen Pracht gezeigt haben.

Einmal drinnen im Zwinger verflogen alle hochtrabenden Erwartungen. Die Hunde waren alle dermassen verschieden im Typ, dass niemand auch nur im entferntesten getraeumt haette, dass es in irgendeiner Rasse so eine Vielfalt an unterschiedlichen Tieren ueberhaupt gaebe. Da waren hochgestelltem grosse, kurzbeinige, solche mit groben, gewoehnlichen Koepfen, spitzmaeulige Exemplare und nicht einer sah auch nur entfernt aus wie der naechste. Da waren freundliche, schwanzwedelnde Hunde eingesperrt neben neurotischen, sich permanent um die eigene Achse drehenden, verrueckten Hunden, die sofort gebissen haetten, wenn man sie ansieht.
Um die Wahrheit zu sagen, es war einfach widerwaertig.

Wir reinigten die Zwingeranlage und kehrten nach Hause zurueck. Danach dachte ich sehr ernsthaft eine ganze Zeit ueber Zuechten als Hobby nach.Dieses Chaos war also das Resultat jahrzehntelangen Zuechtens, das auf der vollkommen missverstandenen Vorstellung beruhte, das naemlich “Hauptsache Siegen” war und wenig darueber hinaus eine Rolle spielte.

Ich begriff mit meinen noch jungen Jahren, dass dieses Bild trostlosen Versagens fuer immer in mein Bewusstsein einzementiert sein wuerde.
Alle Preise (Schleifen und Pokale), die ueber die Jahrzehnte gesammelt wurden,.waren durch den Mangel an bestaendigen Vorzuegen dieser Hunde voellig belanglos und ohne Bedeutung geworden.

Die Anstrengungen dieses Zuechters schufen nichts von Wert und genau genommen dienten sie nur dazu, dass die Rasse sich lokal rueckwaerts entwickelte. Er hatte einige beschlagene Pokale und geschrumpelte Schleifen angesammelt, aber nichts wurde in der Konsequenz erreicht.

Wenn jemand mit so wenig zufrieden ist, dann gestehe ich, dass diese ” Ueberholspur” Denkart in Bezug auf Hundezucht, wohl nur einen extrem begranzten Wert haben kann.

Hier gebe ich allen, die meinen, Zuchtberatung sollte eine aufgegebene Kunst sein, ein weiteres Beispiel. Ein Mensch hatte von einer anderen Rasse zu dieser gewechselt, um sich darauf zu konzentrieren, eine wirkungsvolle Linienzucht auf den ueberragendsten Vererber des letzten Jahrhunderts zu betreiben. Obwohl er selbst ein Hund mit vielen grossartigen Vorzuegen war, besass er doch ebenso viele scherwiegende Fehler, die er an seine Nachkommen weitergab. Sein groesster Fehler war
ein schwacher runder Kopf, dessen Merkmal ein enger, dreieckiger Fang war (statt des geforderten breiten Fangs) mit einem engen, verkanteten Unterkiefer
Zu einem geringeren Grad war er hinten schwach gewinkelt. Ohne die sehr exakte, persoenliche Zuchtberatung, die dieser Zuechter eigentlich gebraucht haette, um dem Neuzuechter diese schwerwiegenden Defizite zu erklaeren, wurden die Fehler schnell uebersehen.

Einige Zeit spaeter, beschloss dieser verwirrte Mensch, dass der miserable Kopf, der dieses Zuchtprogramm karakterisierte, als das korrekte Bild fuer die ganze Rasse gefoerdert werden sollte.
Diese Hunde wurden ueberall in der Hundewelt in Anzeigen angepriesen, bis letztlich viele Richter begannen, diese fremdartige Ansammlung von Fehlern als eine annehmbare Version des standardgerechten Rassetyps zu akzeptieren. Diese Tragoedie waere niemals passiert, wenn nur ein besonders hervorragender Zuechter korrekt und persoenlich im Gebrauch des Rassestandarts und der modernen Blutlinien unterwiesen worden waere.
Ein qualifizierter Zuchtberater haette diesen Neuling um die unbeweglich machende blinde Unwissenheit herumsteuern koennen. Solche Richter, die den Standard weder lesen noch anwenden,die allein die Hunde durch Anzeigen (bekannnte Gesichter) beurteilen, erweisen rassereinen Hunde einen aehnlich schlechten Dienst. Sehr oft genuegt bereits der einfache Mangel an richtiger Zuchtberatung, um einen negativen Trend in einer Rasse zu festigen.

Unschaetzbare Zuchtkonzepte gehen unserer heutigen Zuechtergeneration verloren.
Entweder das oder die falsch entstandenen Masstaebe entwickeln sich unfreiwillig, durch den starsinnig dummen Mangel anderer passender Erklaerungen, zu fehlerhaften Maengel. Persoenlich kann ich nicht annehmen, dass es in der Hundewelt an ernsthaften, erfahrenen Zuchtberatern fehlt. Auch nicht an einem beklagenswerten Mangel an engagierten, loyalen Studenten, die entschlossen sind ihre Zuchtberater zu achten und mehr als ihre dummerhaftigen finanziellen Mittel einzusetzen

Besser waere es etwas in diesen Sport dauerhafter Werte zu investieren, wie etwa Zeit, Talent und Liebe zur Rasse. Ich wuerde freudig mit meinen Faeusten voller Dollars zehntausend dieser merkwuerdigen “Top-Zehn-Syndrom” Anhaenger gegen einen bescheidenen , respektvollen und loyalen Zuchtanwaerter tauschen. Mehr noch, ich wuerde einen ohne einen einzigen Penny bevorzugen.

Solch ein Wunderkind geht weit weniger verschwenderisch mit meinen kostbaren Blutlinien um, als diese verheerenden, Banknoten faltenden, Zweibeiner, die wie im Delirium erwarten, sie koennten auf magische Weise ein aus der Luft gegriffenes Zuchtprogramm kreieren, indem sie mit ein paar Dollarnoten wedeln.
Ausserdem neigen in die Irre gefuehrte Menschen dazu zu glauben, dass durch Geld verlorene Blutlinien vollkommen intakt jederzeit wieder auferstehen werden. Ich nehme an, unsere langjaehrigen Vorfuehrer fuehlen sich mehr als unwohl, wenn sie sich zwischen den vielen ploetzlich aufgetauchten Ausstellern wiederfinden, die Hunde fuer jeden Betrag sammeln und ausstellen wie Muellmaenner woechentlich Abfall von unseren Strassen aufsammeln.Dieses unglueckselige Verhalten erklaert gut, wo wir woechentlich in unseren Ringen enden! Darf ich behaupten, dass alle modernen Hundezuechter hoffnungslos vom Weg abgekommen sind?
Auf keinen Fall, nur passt diese Beschreibung haargenau auf diese befremdliche Interessengruppe.
Was aber, wenn du als neuer Zuechter Erfolg haben moechtest, aber Angst hast in dieses Muster zu verfallen? Wie kannst du diese falsche Spur erkennen, wenn du bereits auf ihr bist?
Beantworte das folgende, elementare Quiz, um dich herauszufordern.
 

1. Wieviele Huendinnen braucht man, um eine qualitaetsvolle Linie aufzubauen?
a. Fuenf (eine von jedem Toprueden in deiner Rasse)
b. Zehn (die oben genannte Gruppe plus je eine Huendin von den Spitzenzuechtern in Europa)
c. Dreizehn (viel bewirkt viel kann niemals verkehrt sein)
d. Soviele, wie Du zusammensammeln oder finanzieren kannst
e. Eine gute Huendin aus einer namhaften Linie

2. Du hast einen typvollen Wurf mit vier gut gezuechteten Welpen. Wieviele Welpen haben Aussichten auf Erfolg?
a. Vier (alle haben dieselben Eltern und dieselbe Ahnentafel)
b. Drei (einer ist ein Pet und due hast bereits ein Zuhause, falls einer der Welpen sich als Pet erweist)
c. Zwei (behalte die beste Huendin und den besten Rueden oder die besten zwei Welpen ungeachtet ihrer Beschaffenheit)
d. Keiner von ihnen bis dein Zuchtberater dir geholfen hat und dich darueber beraten, wie sie sich auswachsen werden. 
3. Was macht eigentlich Pet Qualitaet aus?
a. Ein ernsthafter genetischer Fehler
b. Eine Disqualifizierung im Standard
c. A & B zusammen genommen
d. Schlechtes Temperament
e. A, B & D zusammen genommen
f. Ein nur maessig durchschnittlicher Vertreter ungeachtet seiner Ahentafel
g. Ein Pet Zuhause wartet auf ihn

4. Was zeichnet eigentlich einen zukuenftig erfolgreichen Ausstellungshund aus?
a. Keine genetischen Fehler
b. Keine Standard Disqualifikationen
c. Showtalent, offenes Wesen
d. hervorstechende Farbe
e. Gute Laeufe und weitreichende Schrittfolge
f. Schoenes Gesicht und phantastisches Fell
g. Ein hervorragender, aufgeschlossener Rassevertreter mit einer soliden Ahnentafel
h. Ein Zuhause mit einem Aussteller wartet auf ihn

5. Welches ist der Unterschied zwischen einem Hund mit “Zuchtqualitaeten” und einem qualitativ gutem Ausstellungshund?
a. Rassedisqualifikation(en)
b. Gute Qualitaet, minderwertiges Temperament
c. Haesslicher Kopf, gesunde Laeufe
d. Schoener Kopf, armselige Bewegung
e. Grossartiger Hund mit lausiger Ahnentafel
f. Nichts dergleichen. Es sollte kein Unterschied sein
6. Wieviele Welpen pro Wurf brauchst du, um eine Blutlinie aufrecht zu erhalten?
a. Den halben Wurf
b. Ein Ruede und eine Huendin, falls einer von ihn steril sein sollte oder sich nicht gut entwickelt
c. Die zwei besten Huendinnen
d. Den ganzen Wurf fuer den Fall, dass einige nicht so gut werden, wie erwartet oder steril.sind
e. Den einen Welpen, der besser ist als seine qualitaetsvollen Eltern
f. Mit wievielen Blutlinien beabsichtigst du gleichzeitig zu arbeiten???

7. Wieviele Wuerfe pro Jahr brauchst du, um eine Blutlinie aufrecht zu erhalten?
a. Zwei, wenn es eine einfache Rasse ist oder fuenf, wenn es sich um eine schwierig aufzuziehende Rasse mit ueberlebenden Welpen handelt
b. Drei im Fall, die ersten zwei bringen es nicht
c. Soviele wie moeglich ohne dem AKC die rote Flagge zu schicken
d. Genuegend viele, um die Ausgaben zu decken
e. Einen, wenn er gut ueberdacht und sorgfaeltig berechnet wurde
f. Mit wievielen Blutlinien beabsichtigst du gleichzeitig zu arbeiten???

8. Wozu brauchst du einen Zuchtberater und warum sollte er oder sie dir helfen die Verpaarung im voraus zu berechnen?
a. Du brauchst sie wirklich nicht. Nimm ihren guten Ratschlag an oder lasse es, da es ja lediglicheine andere Meinung ist.
b. Du brauchst einen Zuchtberater nur solange bis du einen qualitaetsvollen Hund gezuechtet hast
c. Jeder, der dir mit seinem oder ihrem Lebenswerk vertrauensvoll helfen wird diese Aufgabe richtig zu meistern . Ein ethisch denkender Zuchtberater wird dich niemals absichtlich falsch beraten und wird sehr an deinem Erfolg arbeiten. Dein Erfolg ist in uebertragender Weise ihr Erfolg!
Alles, was sie kann, kann ich bereits besser!
e. Dies ist bereits mein dritter Wurf und ich bin es leid durchschnittliche Welpen aufzuziehen. Ich will endlich einen SIEGER und damit meine ich JETZT!
f. Mit welchen Zuchtberatern willst du jetzt arbeiten, da du bereits alle diese Blutlinien hast???

9. Was ist die korrekte Definition eines Wurfes mit Welpen von ueberragender Qualitaet?
a. Keiner enthaelt Standard Disqualifikationen
b. Keiner offenbart ernsthafte genetische Fehler
c. Keiner weist Welpen mit schlechtem Temperamnt auf
d. Alle Welpen haben ideale Abzeichen
e. Die Haelfte des Wurfes ist vollendet
f. Ein Welpe kam unter die zehn besten Ausstellungshunde (ich muss den Wurf sofort wiederholen!)
g. Die Qualitaet der Welpen war gleichmaessig verteilt. Die Mehrheit war bereits fertig, die Ahnentafel war vielversprechend und sie drueckten der Rasse einen dauerhaften, positiven Stempel auf
h. Beide Elternteile sind Sieger
i. Zahlungsfreudige Austeller warten ungeduldig auf sie.
Die richtige Antwort steckt in jeder Kategorie. Ausserdem sind es offenkundige Antworten. Hast du sie schnell gewusst? Falls du regelmaessig zwischen mehren Antworten geschwankt hast und jetzt verwirrt bist, solltest du dir einen guten Zuchtberater suchen. Wenn du nicht weisst, wen du in deiner Rasse fragen sollst, hoer dich auf Hundeausstellungen um.(Vergiss das Internet, du wirst kaum den Wald vor lauter Hinweisen sehen koennen ) Sammel genuegend Expertenmeinungen um eine uebereinstimmende Ansicht zu erhalten.
Ein sehr guter Zuchtberater ist seit mehr als zehn Jahren erfolgreich in der Rasse, hat viele Champions und einen oder mehre Vererber hervorgebracht.
Gewissenhafte Zuchtberater ueberwachen sehr sorgfaeltig die genetischen Fehler in ihren Linien in jeder Generation und koennen das auch beweisen. Solche Menschen wollen natuerlich nur ernsthafte Studenten beraten; vergeuden sie also nicht deren Zeit und machen sie ungluecklich, falls sie nicht einer von diesen sind.
Wenn sie auf lange Sicht gesehen nicht diesem Hobby froenen wollen, geben sie es jetzt auf, solange der Abgang noch gut ist.
Erfolgreich Hunde zu zuechten hat viel mit sehr guten Beziehungen, langjaehrigen Kosten, einer unbezaehmbaren Liebe zu Hunden und gewissenhafter Entschlossenheit zu tun. Falls ihr ideales Hobby nur darin besteht zu gewinnen und sich so schnell wie moeglich einen grossen Namen zu machen, verfuegen sie nur ueber eine unerkannte Verlierer Mentalitaet und benoetigen dringend eine gute Zuchtberatung.
Ich gebe zu, es ist eine strenge Ansicht, aber, wenn sie sich fuer ein Weitermachen entscheiden, werden sie noch viele mehr von dieser Art entdecken.
Wie auch immer, wenn sie ihre Rasse wirklich lieben und es ist ihr Herzenswunsch eng mit ihr verbunden zu sein, dann zuechten sie eine Linie mit gesunden, gluecklichen, einwandfreien Hunden aus bewaehrten Linien. Dann finden sie mit allen Mitteln einen guten Zuchberater oder zwei und kleben sie fest an ihnen.
Wenn sie ihr Leben lang ein Studierender bleiben wollen, wenn sie Ratschlaege bescheiden und dankbar von denen annehmen koennen, die gern ihre Anstrengungen in Hundefragen mit ihnen teilen, dann verdienen sie einen guten Zuchtberater. Wenn Respekt in ihrem persoenlichen Vokabular einen hohen Stellenwert hat und sie nicht vorgeben alles zu wissen, dann eignen sie sich dazu ein wertvolles Mitglied der Zuechtergemeinschaft zu werden.
Ehrlich gesagt, erinnere ich mich nicht an einen einzigen Spitzenzuechter, der voellig allein erfolgreich wurde,
Eines Tages werden sie feststellen, dass sie ein bekannter, qualifizierter Zuechter sind und selbst Anfaengerzuechter beraten koennen!
Sie werden in einer weltweiten Gemeinschaft von engagierten, ethischen, leidenschaftlichen Menschen aufgefangen sein, die sie langsam aber sicher aufgenommen haben.
Nur ein mahnendes Wort noch, falls Sie gerade anfangen sich als Berater auszubilden und sich bewusst querdenkende, bekannte Berater aussuchen, die Sie unter ihre Fittiche nehmen werden: die Hundewelt kann ploetzlich ein sehr einsamer und kalter Ort werden!
(Dies ist keineswegs eine Empfehlung fuer aufrichtig ehrliche Fehler, die jeder von uns von Zeit zu Zeit machen kann.) I erinnere mich an eine der ersten Personen, die je meinen Ehemann und mich berieten.Bei einem in unserem Haus abgehaltenen Clubtreffen, warnte er uns vor jedermann, der uns verliess, “diese Leute kommen nur, damit Sie ihnen bei ihrem Start helfen. Sowie Sie ihnen geholfen haben, stossen sie Ihnen ein Messer in den Ruecken und Sie koennen ihnen nie wieder vertrauen!” Ich zuckte innerlich zusammen und fragte mich, ob unser Clubvorsitzender vielleicht unter Drogen stand oder nur ein uebermaessig dramatischer Typ sei.Damals dachte ich, es sei nur ziemlich laecherlich.
Jahre spaeter begann ich diese Feststellung zu schaetzen, die ich damals nur fuer paranoid hielt.Jeder, der auch nur seit 10 Jahren in der Hundeszene dabei war,beraet bereits Anfaenge. Das kommt uns ganz selbstverstaendlich vor. In diesem fuehen Stadium ist das ungefaehr so als ob ein Teenager ein Kleinkind beraet.Zehn Jahre spaeter veraendert sich die Situation wiederum und wir fuehren als Erwachsene Teenager.
Jede Beratungbeziehung durchlaeuft ein gegenseitiges Wachsen verschiedener Aspekte.Nur so sollte ein Beratungsverhaeltnis Fortschritte machen. Beim anfaenglichen Ueberpruefen faellt uns eine bizarre Panne im System auf, wenn man es so ausdruecken will.
Ungefaehr nach fuenf Jahren verlassen manche Studenten aus unterschiedlichen, hinterhaltigen Gruenden die Ausbildung, weil sie keine Lust zum Lernen haben.Stattdessen gehen sie ihren eigenen Weg, der zumeist in die Geschaeftemacherei fuehrt, indem sie ihre Nase ueberall hinein stecken oder, was sogar ueblicher ist noch dazu hinter dem Ruecken ihrer frueheren Mentoren. Einige versuchen sogar den Ruf ihrer frueheren Berater in geradezu flegelhafter, ungehoeriger Weise zu zerstoeren.
Liest man jedes Handbuch ueber Hundezucht und Genetik. das je geschrieben wurde, so bringt es noch lange nichts, wenn diese nunmehr freien Studenten anfangen mit den verschiedensten Blutlinien Wuerfe heranzuziehen (besonders aus solchen merkwuerdigen, zusammengewuerfelten Kombinationen). Vor allem behalten diese Studienabbrecher zuerst einmal die verkehrten Welpen und lassen die herausragenden und vielversprechenden im Wurf gehen, womit sie ihre eigenen Fehler nur bestaetigen. Ohne die richtige Beratung sind sie verloren in der Welt der Ahnentafeln,Hundebetreuung und der der Ausstellungen.
Trotzdem kaempfen diese duemmlich stolzen Leute lieber allein, als den Tatsachen ins Gesicht zu sehen und sich bei den honorigen Beratern zu entschuldigen, die sie vergraemt haben.
Ich habe etliche vin ihnen beobachtet, wie sie jeden Welpen, den sie verkaufen wollen, mit Baendern kennzeichneten, immer in der Sterbensangst, sie koennten diesen schrecklichen Fehler wiederholen.Ein ganzes Team von Tieraerzten wird weniger Erfolg haben beim Diagnostizieren solch merkwuerdiger Einfaelle und verschiedener Stadien dieser Linien als ein einzelner langjaehriger Zuechter.Es ist unmoeglich die Zahl der durch eine gute Beratung noch lebenden Welpen auch nur zu schaetzen, aber ich nehme mal an, es werden ein gutes Dutzend per erfolgreichen Mentor sein. Es bekuemmert mich ohne Ende, dass einige Tieraerzte alle Hundezuechter wie Einfaltspinsel behandeln.Praktisch sind wir ein Team und es gibt keinen Zweifel, dass wir Leben retteten, wo ihre professionelle Ausbildung und Training es nicht konnte.Ob Tierarzt und Hundezuechter oder Mentor und Student, es geht doch immer um ein wirksam funktionierendes Zusammenarbeiten.
Fehlt der Respekt, wird keine Zusammenarbeit funktionieren. Dennoch erkennen wir bei Studenten der Hundezucht und des Vorfuehrens, bei denen wir ernsthafte Bemuehungen vermuten, wie sie ihre gewissenhaften Mentoren verunglimpfen!
Mike und ich haben Anfaenger in der Welt rassereiner Hundezucht waehrend der ganzen Zeit unserer Ehe beraten. Ich erinnere mich ,ich an nur wenige Momente, in denen meine Gefuehle durch eigene Famillienmitglieder so verletzt wurden wie durch bestimmte Hundeleute, die wir beraten haben. Vielleicht gehoert es zur menschlichen Natur die zu sehr kontrollieren zu wollen, die wir gelegentlich beraten. Es kann sein, dass wir zu sehr beschuetzen wollen, damit andere sie nicht schrankenlos ausnutzen.Wie auch immer, sie in diesem zunaechst intensivem Stadium zu beraten, solte niemals ueber den Punkt hinausgehen, wo der Lerndende eigentlich bereits sein eigenes erfolgreiches Programm gefunden hat.
Es muss eine klare Begrenzung geben zwischen Manipulation und Fuehrung.
Dennoch, eine Entlassung aus qualitaetsvoller Beratung kann nur ein unklugerweise Wunsch sein, weil der erste Sieger gezuechtet wurde oder fuenf Jahre in der Hundezucht mit diesem Ziel vergangen sind.Armselige Beurteilung durch den, den man beraten hat ist niemals so hart zu schlucken wie voellige Missachtung ohne, dass sie herausgefordert wurde.
Ohne Zweifel wird es manchem Leser unklug vorkommen, dass ich viele hervorragende Welpen mit Ausstellungsqualitaet an vollstaendige Neulinge verkaufte. Ich erinnere mich nur zu gut daran, wie schwierig es war einen Hund von Qualitaet zu bekommen. Genauso wichtig war mir, dass ich meine Hunde nicht aus riesigen Zuchtanlagen erwerben wolle, wo Zuchthunde in uebereinander gestapelten Boxen in Kellern oder Garagen gehalten wurden.Also bestand ich darauf, Neulingen eine Chance zu geben, die ihre Hunde im Haus hielten als Familienmitglieder hielten. Jeder von ihnen gab mir ein muendliches und schriftliches Versprechen.
Nur eine handvoll hielten sich an die vertraglichen Vereinbarungen. Eine derer, die beraten haben waren ausserordentlich erfolgreich (die geduldige Minderheit), waehrend andere perfekt gute Hunde ruinierten.Ein Anfaenger, dem wir einen Welpen mit bester Quakitaet verkauften, zweifelte fortwaehrend daran, dass der Hund je sein ganzes Potential erreichen wuerde.Wie auch immer, er reifte genau zu dem von mir angenommenen Zeitpunkt heran und der Hund vollendete seine Karriere mit einem Tusch.
Tatsaechlich sammelte dieser Hund regelmaessig seine Verdienste bis er anfing auf nationaler Ebene zu gewinnen. Dieser augenscheinlich glueckliche Ausgang wurde kurz darauf voellig zerstoert, als ich einen Welpen dieses Hundes kaufen wollte. Ich hatte die Hoffnung diese Blutlinie zurueck zu gewinnen,die ich einst verkauft hatte, um mehr unabhaengige Richter zu bekommen. In meiner altmodischen Denkweise, glaubte ich , dass meine Bitte von dem dankbaren Neuling als eine Ehre angesehen wuerde, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass der Preis beinah zweimal so hoch war wie der urspruengliche Welpe von mir., dazu noch mit starken Einschraenkungen.ch wurde dazu sehr formell davon unterreichtet, dass “es lediglich ein Geschaeft waere zu dem heute ueblichen Preis”.
Ihr kleinen Hundehaendler, was glaubt ihr, wer ihr seid? Lasst uns fuer eine Minute innehalten und die Feststellung verdauen, dass Hunde zu verkaufen “lediglich ein reines Geschaeft” waere.Es ist noch nicht lange her, als euer Mentor euch seinen Welpen als Ursprungshund fuer eure Zucht, anvertraute.Darueberhinaus, wenn ihr ueberhaupt den Anspruch erhebt,irgendeine Liebe fuer die Hunde zu empfinden, sind sie doch niemals “nur ein Geschaeft”.Und falls sie das fuer euch sind, so sind sie fuer euch jedenfalls kein Hobby mehr – sondern ihr seid Haendler, die besser ihr Motto “kauft vom Zuechter” in eins geaendert haetten, das eure habgierige Mentalitaet widerspiegelt.
Zweitens sollte keiner, der noch lernt und ganz am Anfang steht, jemals Hoechstpreise fuer einen Wepen verlangen, da er weder die Erfahrung besitzt, noch die Glaubwuerdigkeit hat, um diesen Preis zu rechtfertigen.
Wenn du ein Jahrzehnt oder zwei durchgehalten hast und dabei beachtliche, herausragende Hunde gezuechtet hast, die einigen Einfluss auf deine Rasse haben und wenn du ausserdem imstande bist,
peinlich genau die allgemeine Entwicklung einer Blutlinie zu lenken und voraus zu sagen, so wie es dein Mento konnte, dann und NUR DANN nimm einen entsprechenden Preis.
Zweitens sollte keiner, der noch lernt und ganz am Anfang steht, jemals Hoechstpreise fuer einen Wepen verlangen, da er weder die Erfahrung besitzt, noch die Glaubwuerdigkeit hat, um diesen Preis zu rechtfertigen.
Du hast aber nicht gerade bemerkenswerte Hunde gezuechtet, deren Ahnentafeln einerseits diese unerhoerten Preise rechtfertigen, noch kannst Du auch nur annaehernd und im Entfernesten die volle Wirkung angeborener Fehler und Vorzuege erfassen, die diesen Blutlinien zu eigen sind. Weder Fotos noch Geruechte aus zweiter Hand werden dir diese Informationen verdeutlichen.Lediglich ein vertrauensvoller, erfahrener Mentor kann dir diese Richtung in der Zucht offenbaren. Diese Information wird er niemals absichtlich einem Dummkopf mitteilen.
Waehrend ich den klugen Fussabdruecken meiner eigenen Mentoren folgte, versaeumte ich es fuer einen vielversprechenden Ausstellungshund den vollen Preis zu verlangen bis mir als Zuechter fuenfzehn Jahre spaeter dieser Schlag unterhalb der Guertellinie galt.
Wir haben kaum einmal Bedingungen an den Kauf eines Hundes geknuepft und forderten in all den vielen Jahren nur ungefaehr fuenfmal einen Welpen aus einem verkauften Hund zurueck. Wir forderten damals auch nicht einen Welpen unserer Wahl fuer einen Deckakt noch verlangten wir, dass wir einen Wurf mit einer verkauften Huendin machen koennen.
Fuer unsere Deckrueden, so sie von uns freigegeben waren, verlangten wir eine Deckgebuehr, die seinem NACHGEWIESENEN Wert als Vererber entsprach. Offensichtlich haben wir in der modernen Hundewelt einen Punkt erreicht, an dem hartgesottene Geschaeftsprinzipien den guten Geschmack und
Anstand vollstaendig ueberschatten. Es gibt bereits genuegend Profiteure ausserhalb der serioesen Liebhaberwelt, sodass wir uns ganz sicher diese Methoden nicht auch noch innerhalb unserer Welt wuenschen.
Viele Hundezuechter sind augenscheinlich von einer Selbstbedienungsgier infiziert worden , die den notwendigen Respekt fuer Mentoren untergraben haben, wie auch den wahren Wert reinrassiger Hunde so weit herabgewuerdigt haben, dass es einen ansonsten herrlichen Sport zu einem schaebigen Spiel degradiert haben.
In Wahrheit muessen die Herzen dieser Generation sich in ein dankbares, sensiblen Verhalten verwandeln, um so in dieser Welt wiederaufzuauftauchen.
In einem anderen, frustierendem Fall nahm eine langjaehrige, sympathische Mentorin einen Kandidaten unter ihre Fittiche, den man nur als “fragwuerdig” beschreiben konnte. Dieser Student befand sich in einer sehr fragwuerdigen Lage, da er seinen Zuchtbestand aus sehr schlecht beleumundeten Quellen erstanden hatte und seine Welpen ueber ein “puppy mill” Netzwerk veraufte. Wie auch immer, der Student schien jedenfalls entschlossen zu sein in Zukunft rechtschaffen vorzugehen und brach, wie gefordert, seine negativen Verbindungen ab. Weiterhin bestand der Kandidat darauf allen minderwertigen Zuchtbestand zu veraeussern und begann seine wenigen qualitaetsvollen Hunde Gesundheitstests zu unterziehen.
Die Beratertaetigkeit entwickelte sich so gut, dass der Schueler unter der Fuehrung seines Rasseexperten einen ueberragenden Hund mit sehr guter Ahnentafel zum Championtitel fuehren konnte.
Selbstverstaendlich wurde der Mentor wieder gebeten bei der Suche nach einem geeigeten Rueden zu helfen. Der Mentor bruetete auf Bitten des Studenten ueber Ahnentafeln verkaeuflicher Hunde solange bis sich eine hervorragende Wahl herausschaelte. Des Schuelers Wunsch entsprechend, bot sich der Mentor als Empfehlung an, da der Deckruedenbesitzer eher anspruchsvoll war.
Ploetzlich nach der Haelfte des Kurs wechselte der Schueler die Seiten und bschloss stattdessen mit einem Hund ohne Titel und einer unmoeglichen Ahnentafel zu zuechten. Vermutlich veranlassten ihn dazu finanzielle Gruende, famit die ganze Sache vereinfacht wurde. Ein sehr alter Hund von minderwertiger Qualitaet wurde dem Studenten ohne Berechnung angeboten, lediglich mit der Bedingung, einen Welpen zurueck zu bekommen. Der gerissene, zweitklassige Zechter war ueberdies imstande den naiven Studenten dazu zu verleiten, Zuchttiere aus einem Bestand zu erwerben, dessen Blutlinie frueher niemals ohne einen Pfennig zu investieren, zu bekommen war. Ueberdies wurde zur selben Zeit ein unerwuenschter Hund im Ruhestand guenstig von einem ziemlich grossen Kennel angeboten. Als der Mentor ueber diesen Verrat informiert wurde, antwortete sie ruhig und ehrlich, “wenn es moeglich waere Hunde von hoher Qualitaet bequem und billig zu zuechten, waere jeder Zuechter in Amerika gleichermaassen erfolgreich”.In beiden Faellen brach der Mentor dieser Rasse alle Bruecken zu diesem “ernsthaften Studenten” ab.
Welch anderen Grund koennte es hierfuer geben, wenn Mentoren ihre ganze Kraft und Ueberlegung fuer den Erfolg Einzelner einsetzen, die ihnen spaeter dafuer das sprichwoertliche “Messer in den Ruecken” rammen.
Man wuenscht man koennte diese unreife Taten mit dem Etikett “dummes Urteilsvermoegen” abtun, aber die gierige Motivation dahinter wuerde schnell diese ansonsten zoegerlichen Angaben zunichtemachen. Dies sind nur zwei Beispiele aus einem Dutzend schamloser Begebenheiten , von denen Mentoren von ueberall im Land regelmaessig berichten. Offenkundig nimmt die Zahl der Studenten, die das Studium abbrechen mit jedem Jahr zu.
Die einzige Belohnung, die einem Mentor fuer seinen oder ihren Einsatz je zuteil wird, ist die Genugtuung erfolgreich einen ethischen Vertreter der Rasse geformt zu haben. Nach mehrerer solch enttaeuschender Versuche im Leben eines langjaehrigen Mentors, wundert es nicht, dass so wenige ihre Zeit und ihre Begabung den fortlaufend anfragenden Neulingen , die um ihre Aufmerksamkeit buhlen, widmen wollen.
Es stimmt nur selten, dass die besten Mentoren fuer Rassehunde eingebildet sind, sondern sie sind ueber die Jahre viel zu oft verletzt worden. Wenn Du eine Rasse studierst, verwirre nicht mit Arroganz diejenigen, die emotional distanziert sind, da nicht alle auch nur im Entferntesten gleich sind. Solltest Du aber durch einen von Amerikas bekanntesten Mentoren fuer Rassehunde beraten werden, dann beweise ihr/ihm und vor allem ihren/seinen Hunden Deine Loyalitaet.
“Blutlinien”, die wir einst als solche bezeichneten, verschwinden immer schneller. Die letzten, die noch an sie erinnern, sind kostbar. fruehere, starke Begruender werden als Gelegenheit an Meistbietende im In- oder Ausland vekauft. An ihren Platz tritt an Stelle sorgfaeltig ausgearbeiteter Arbeit in Massivholz , die einst den Guetestempel lebenslanger Kunstfertigkeit trug, heute Presspappe, die mit billigem Laminat bedeckt ist. Is es moeglich, dass die Beschwoerung schematisch genetischer Auflistung in der einen oder anderen Art und Weise Amerikas Wertschaetzung von Blutlinien beendet hat?
Oder ist es vielmehr die Saettigung einer gleich grossen Zahl gieriger, selbstsuechtiger Menschen,seitens einer sich heute grundlegend aufloesenden Mannschaft angesichts neuer Hundezuechter , die es dafuer zu tadeln gilt? Die Prinzipien, die lange die Hundezucht bestimmt haben, sowohl intellektuell as auch instinktiv, sind ganz deutlich dabei zu verschwinden.
Als direkten Widerhall, wurde die Beratung eine sehr bedenkliche Aussage fuer alle, die den Rahmen fuer den Sport am Hundezuechten entwarfen.Werden sich geschulte Zuechter mit dem kompletten Wissen an die Loesung dieser Probleme herantasten? Wir waeren nur zu gluecklich, wenn dieses Programm ihre schnell welkenden Knospen aufhalten koennte. Falls Erziehung Ethik und Charakter ganz allgemein geimpft werden koennte, waere dieses Programm brauchbar . Wie auch immer, eine individuelle Beratung (wie die Elternbildung, die immer dadurch heraufbeschworen wurde) bleibt immer die einzige praktische, erprobte und wirkungsvolle Methode durch die diese perplexen Probleme gelöest werden koennen. Dieser Prozess ist ganz und gar abhaengig von willigen und wuerdigen Studenten. Es kommt mir so vor, dass wenn ein Zuechter Ausbildungsprogramm erfolgreich sein soll, dann muss eine gueltige Beratertaetigkeit fest verankert sein. Es ist absolut notwendig qualifizierte und freiwillige Berater anzuheuern, die Zuchtanfaengern als “grosse Brueder” beraten. Keine Familie funktioniert ohne gewissenhafte Eltern, noch wird irgendein Erziehungsprogramm fuer Zuechter Fruechte tragen ohne erfahrene, gewissenhafte Mentoren.Wenn alle diese Vorraussetzungen zutreffen, muss immer noch darauf geachtet werden, dass eine genuegend grosse Anzahl an studierten Mitarbeitern der Zuechterberatung zur Verfuegung stehen, damit die Zukunft der Hundeliebhaberei einer ganzen Nation gesichert bleibt.

Wie suche ich einen Welpen aus?

Wie suche ich einen Welpen aus?
Vorhersage keine Hexerei
© Doris Duewel
Zu den denkbar schwierigsten, aber auch schönsten Aufgaben gehört es, den richtigen Welpen auszusuchen.Wir suchen einen gesunden, freudig temperamentvollen,wendigen, Welpen mit vielversprechenden Formwertmerkmalen aus wohlgeplanter Zucht. Sie glauben, es ist zuviel verlangt? Zugegeben, es gibt nicht sehr viele Zuechter, die auf diesem Niveau zuechten. Aber es gibt sie und längeres Suchen ist mehr wert, als viele Jahre einen kranken und untypischen Hund an seiner Seite zu haben. Wenn der vertrauenswuerdige Zuechter mit der gesuchten Linie gefunden ist, ueberlässt der newcomer ihm am besten die Auswahl. Jeder Zuechter freut sich, wenn der Welpe ein foerdernes Zuhause bekommt. Fuer ihn beginnt der Wurf mit
der Auswahl des Deckrueden. Er kennt seine eigene ueber Generationen gefestigte, erfolgreiche Linienzuchtlinie. Diese zeigt dem Zuechter, was sich aller Voraussicht nach vererben wird, wenn er einen Rueden aussucht, der mit seiner eigenen Linie verwandt ist, aber Eigenschaften aufweist, die man in der eigenen Linie noch verbessern möchte. Es hat macht keinen Sinn Fehler, die in der eigenen Linie sind, noch zu verdoppeln und so fast schon eine Garantie zu bekommen, dass die Welpen das unerwuenschte Merkmal zeigen. Ausserdem wuerde dieser Fehler in der Huendinnenlinie manifestiert, sodass eine Weiterzucht in kommenden Generationen sehr schwierig wird.Der Tag der Geburt ist gekommen. Die Huendin hat problemlos geworfen. Niemals sollte man eine Huendin aus einer Mutterhuendin zur Zucht nehmen, die bereits wie ihre Mutter, Grossmutter usw. eine Wehenschwaeche hat. Das Geburtsverhalten vererbt sich leider sehr stark.Die neugeborenen Welpen geben einen wichtigen ersten Eindruck ueber die Qualitaet der einzelnen Welpen und des gesamten Wurfs. Sie haben noch kein Fett angesetzt, sodass die Konturen gut zu erkennen sind. Erst in den kommenden Wochen verwischen die sich, weil der Welpe Fett ansetzt.
 


1woche2

Wir betrachten den Kopf: Die Form ist typisch; der recht deutliche Stop beim Neugeborenen, wird später abgeflachter sein. Der Fang muss so kurz wie möglich sein! Mit dem Wachstum wird der Fang sowieso länger. Aber ein bereits nach der Geburt langer Fang wird später zu einem langen unharmonischen Vorgesicht fuehren, dass in der Regel auch nicht mehr genuegend unter den Augen ausgefuellt sein wird. Sehr wichtig ist, den Kopf von der Seite zu betrachten, um zu sehen, ob der Fang auch genuegend Tiefe hat.Hält man den Neugeborenen nun mit dem Ruecken zum Boden, so fallen die kleinen Ohren nach hinten und man kann sehen, ob sie weit und schraeg genug angesetzt sind. Auch die geringe Wölbung zwischen den Ohren laesst sich bereits erkennen. Grundsätzlich gilt: je uebertypischer der Neugeborenenkopf in seinen Proportionen ist, desto besser wird er später. Der kleine Kopf gibt trotzdem jetzt schon den Eindruck von Harmonie.
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Die Halslänge kann man noch nicht beurteilen, auch nicht, ob der Welpe später Halshaut (Wamme) haben wird. Da muss man seine Linien kennen und hoffen, dass nicht zwei rezessive Erbmerkmale aus grauer Vorzeit aufeinandertreffen, um sich rezessiv weiter zu vererben.

Die Lage und Groesse der Schulterblaetter zeigen bereits beim Neugeborenen, wie der ausgewachsene Hund in der Vorhand gewinkelt sein wird. Das Schulterblatt muss lang nach hinten reichen und einen fingenagelbreiten Zwischenraum zum zweiten Schulterblatt haben, was später die Wendigkeit garantiert. Es endet im bereits erkennbaren Widerrist.
Auch die Staerke der Beinknochen laesst sich bereits gut beurteilen. Sie muessen wie kleine runde Stampfer wirken.
Der Brustkorb muss bis zu den Ellenbogen reichen. Zu wenig Brusttiefe laesst den erwachsenen ACD spaeter windhundartig aussehen.
Kommen wir zur hinteren Partie des neugeborenen Welpen. Der Oberschenkel ist beeindruckend breit, die Knochen stark. Der Hintermittelfuss MUSS so kurz wie möglich sein. Ein langer Hintermittelfuss fuehrt unweigerlich zu einer steilen, ungewinkelten Hinterhand! Der Abstand zwischen dem hintersten Fussballen und dem Hintermittelfussende ist kuerzer als der Abstand zwischen dem Hintermittelfussende und dem Kniegelenk.
Die mittellange Rute reicht bis zum Ansatz des Hintermittelfusses.Am schwersten zu beurteilen ist die Länge des ausgewachsenen Hundes. Ob der Welpe später einmal lang oder kurz sein wird, laesst sich beim Welpen zu kaum einem Zeitpunkt des Wachsens beurteilen. Manch ein Welpe sieht su jedem Zeitpunkt des Wachsens wie ein kleiner erwachsener ACD aus. Andere dagegen wachsen in Schueben, mal vorn und meist hinten und manchmal scheinen sie gar nicht mehr zu wachsen. Beides waechst letztlich zur Endgroesse und der zeitweilige unharmonische Koerbau bekommt seine endgueltige Silhouette. Nach dieser ersten Inspektion der Anatomie der Welpen, erfreuen wir uns nur noch daran, wie aus dem proportinierten Neugeborenen eine runde, weisse Kugel wird, deren Schwanzspitze wohlig erzittert, wenn die Milch aus Mutterns Zitze quillt.
Unser Welpe wird fuenf Wochen alt. Zeit, um ihn in Ausstellungsposition aufzubauen und zu sehen, was bis heute aus unserer ersten Wahl geworden ist. Entspricht das Bild unseren Erwartungen, gilt unser

 

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besonderes Augenmerk nun dem Gangwerk, das aus dem korrekten Bau und dessen Zusammenspiel des Vorder- und Hinterlaufs resultiert.Die Anatomie beider Beinpaare muss immer zusammen gesehen werden. Ein Ungleichgewicht in der Bewegung fuehrt zu gesundheitlichen Schaeden, weil jeweils die korrekte Lagerung der einen Seite die steilere ausgleichen muss. Erste Voraussetzung eines federnden Gangwerks sind gut gewölbte Zehen. Gespreizte Pfoten fuehren zu einem plattfuessigen Gang und benötigen unnötig viel Kraft. Der Schub aus einer korrekt gewinkelten Hinterhand laesst den Lauf dort auffussen, wo der vordere gerade abgehoben hat. Der vordere Lauf greift weit aus, sodass der Eindruck von Kraft vermittelt wird. Eine steile Hinterhand greift nicht weit genug unter den Koerper, sodass der Gang steppend wirkt. Ist dagegen die Vorhand zu steil, wird der Schritt zu kurz, was die Harmonie stoert. Das Temperament der Welpen laesst sich durch langes Beobachten im Spiel erkennen.Mit etwa fuenf Wochen wird der Welpe “angezogen” mit Halsband und Leine.

cider's sister fame

Grundsaetzlich gilt, dass jetzt zusammenwirkt, was angeboren ist und, wie der Mensch auf ihn einwirkt, um im erwachsenen Hund einen sozialen Begleiter zu bekommen. Es beginnt die wichtigste Phase im Leben eines jungen Hundes.Er will lernen, muss aktive Erfahrungen sammeln koennen. Dabei darf er weder unterfordert noch ueberfordert werden. Dazu gehoert gerade fuer einen Cardigan Corgi das Kennenlernen anderer Menschen, von denen er lernen muss, angefasst zu werden.Er muss sich nicht nur an unsere haeuslichen Lebensbedingungen gewoehnen, sondern auch die ganze Palette der Umwelt kennenlernen, wobei gleichzeitig die Bindung an den Menschen gefestigt wird.

cider12.7.2012

ciderwalks

Ein guter Zuechter erkennt im Wurf, den Introvertierten, das Showgirl, den Emigranten, den Kobold oder auch die Raffinierte, und weiss bald welcher Mensch mit welchem Hund gluecklich werden wird.

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Color Chart


I have attempted a color chart like
this before.  It confused even me.  I’m going to try again, listing
the main colors and modifiers.  This chart is listed with only
genotypes.  You may not necessarily know the genotype of your dog. 
However, if the listed results match what you have in a litter of puppies,
hopefully this list will help you guess!

Color of Parents Color of Puppies
Basic
Colors
Tan point tri to Tan point
tri
Tan Point Tri
Red (carrying tri) to Tan
point tri
Red and Tan point tri 
Red (not carrying tri) to
Tan point tri
Red  — all puppies
will carry tri
Red to Red (both parents
carry tri)
Red and Tan point tri
Red to Red (only one parent
carries tri)
Red (some puppies will carry
tri)
Red to Red (neither parent
carries tri)
Red (no puppies will carry
tri)

Modified Colors —
Brindle

Brindle (carries tri) to Tan
point tri
Brindle, red, tan point tri,
brindle point tri
Brindle (doesn’t carry tri)
to Tan point tri
Brindle, red
Brindle (carries tri) to Red
(carries tri)
Brindle, red, tan point tri,
brindle point tri
Brindle (doesn’t carry tri)
to Red (carries tri)
Brindle, red (some puppies
will carry tri)
Brindle (doesn’t carry tri)
to Red (doesn’t carry tri)
Brindle, red (no puppies
will carry tri)
Brindle (carries tri) to
Brindle (carries tri)
Brindle, red, tan point tri,
brindle point tri (some of these puppies will be homozygous brindle)
Brindle (doesn’t carry tri)
to Brindle (carries tri)
Brindle, red (some puppies
will carry tri)
Brindle (doesn’t carry tri)
to Brindle (doesn’t carry tri)
Brindle, red
Brindle (homozygous) to
Brindle (carries tri)
Brindle (some puppies will
carry tri)
Brindle (homozygous) to
Brindle (homozygous)
Brindle (homozygous)
Brindle point tri to Tan
point tri
Brindle point tri (carries
for tan points), Tan point tri
Brindle point tri
(homozygous) to Tan point tri
Brindle point tri (all carry
for tan points)
Brindle point tri to Red
(carries tri)
Brindle point tri, Tan point
tri, Red (carry tri), Brindle (carry tri)
Brindle point tri to Red
(doesn’t carry tri)
Brindle, red (all carry tri)
Brindle point tri
(homozygous) to Red (carries tri)
Brindle point tri (carries
red points), Brindle (carries for tri)
Brindle point tri
(homozygous) to Red (doesn’t carry tri)
Brindle (all carry tri)
Brindle point tri to Brindle
(carries tri)
Brindle (carries tri), red
(carries tri), brindle point tri, tan point tri (some of the brindles and
brindle point tris can be homozygous for brindle)
Brindle point tri to Brindle
(doesn’t carry tri)
Brindle, red (all carry tri
— some brindles can be homozygous for brindle)
Brindle point tri
(homozygous) to Brindle (carries tri)
Brindle point tri, Brindle
(some will be homozygous)
Brindle point tri
(homozygous) to Brindle (doesn’t carry tri)
Brindle (some will be
homozygous)
Brindle point tri to Brindle
point tri 
Brindle point tri (some can
be homozygous for brindle), Tan point tri
Brindle point tri
(homozygous) to Brindle point tri (carries for red points)
Brindle point tri (some
carry for red points, and some are homozygous brindle)
Brindle point tri
(homozygous) to Brindle point tri (homozygous)
Brindle point tri
(homozygous)
Brindle point tri to Brindle
(homozygous brindle, carries tri)
Brindle (some will be
homozygous, all will carry tri), Brindle point tri (some will be
homozygous) 
Brindle point tri to Brindle
(homozygous brindle, doesn’t carry tri)
Brindle (all will carry tri,
some will be homozygous)
Modified Colors — Sable

Although I believe a sable must
carry tri to express its color, this chart covers the possibility
that sable is a completely separate modifier.

Sable (carry tri) to Tan
point tri
Sable, Red, tan point tri
(reds and sables carry tri)
Sable (doesn’t carry tri) to
Tan point tri
Sable, Red (all carry tri)
Sable to Red (both carry
tri)
Sable, Red, Tan point tri
(Reds and sables carry tri)
Sable (doesn’t carry tri) to
Red (carries tri)
Sable, Red (some carry tri)
Sable (doesn’t carry tri) to
Red (doesn’t carry tri)
Sable, Red (none carry tri)
Sable (carries tri) to
Brindle (carries tri)
Sable, Red, Tan point tri,
Brindle point tri, Brindle (solid colors carry tri)
Sable (doen’t carry tri) to
Brindle (carries tri)
Sable, Red, Brindle (some
carry tri)
Sable (doesn’t carry tri) to
Brindle (doesn’t carry tri)
Sable, Red, Brindle (none
carry tri)
Sable to Brindle
(homozygous)
Brindle 
Sable (carries tri) to
Brindle point tri
Sable, Red, Tan point tri,
Brindle point tri, Brindle (solid colors carry tri)
Sable (doesn’t carry tri) to
Brindle point tri
Brindle, Red, Sable
Sable (carries tri) to
Brindle point tri (homozygous)
Brindle, Brindle point tri
Sable (doesn’t carry tri) to
Brindle point tri (homozygous)
Brindle (all carry tri)
Modified Colors — Merle

I’m only going to cover
conventional merle breedings

Blue merle (tan points) to
Tan point tri
Blue merle (tan points), Tan
point tri
Blue merle (tan points) to
Brindle point tri (carries tan points)
Blue merle (tan points), Tan
point tri, blue merle (brindle points), Brindle point tri
Blue merle (tan points) to
Brindle point tri (homozygous)
Blue merle (brindle points),
Brindle point tri (all carry tan points)
Blue merle (brindle points,
carries tan points) to Tan point tri
Blue merle (tan points), Tan
point tri, blue merle (brindle points), Brindle point tri (some may carry
tan points)
Blue merle (brindle points,
homozygous) to Tan point tri
Blue merle (brindle points),
Brindle point tri (all carry tan points)
Blue merle (brindle points,
carries tan points) to Brindle point tri (carries tan points)
Blue merle (tan points), Tan
point tri, blue merle (brindle points), Brindle point tri (some may carry
tan points)
Blue merle (brindle points
carries tan points) to Brindle point tri (homozygous)
Blue merle (brindle points),
Brindle point tri (some may carry tan points)
Blue merle (brindle points,
homozygous) to Brindle point tri (homozygous)
Blue merle (brindle points,
homozygous), Brindle point tri (homozygous) 
Modified Colors — Chinchilla

I’m only going to give a couple
of examples.  As a recessive modifier, both parents have to
carry chinchilla to produce a chinchilla puppy.  

Red (carries chinchilla) to
Red (carries chinchilla)
Red (some may carry
chinchilla), Red Chinchilla 
Red (carries chinchilla) to
Brindle (carries chinchilla)
Red, Brindle (some may carry
chinchilla), Red Chinchilla, Brindle chinchilla
Dilute Factors — Brown and
Gray

Again, I’m only going to give a
few examples, since both of these factors are recessive.  If a
puppy is produced that is a brown or gray dilute, both parents carry
the gene.  

Tan point tri (carries brown
dilute) to Red (carries brown dilute)
Tan point tri (may carry
brown dilute), Red (may carry brown dilute), Brown dilute tri, Brown
dilute red
Blue merle (tan points,
carries gray dilute) to Brindle point tri (homozygous, carries gray
dilute)
Blue merles with brindle
points (may carry gray dilute), Brindle point tri (may carry gray dilute),
Gray dilute merle with brindle points, Gray dilute tri with brindle points

 


 

Conclusions:

Guessing your dog’s genotype is the one of the
oldest games in the book.  A brindle can carry any number of other
colors.  We know a brindle carries at least one red gene, but do they carry
both red and tri?  Does he carry sable, or chinchilla, or one of the
dilutes?   Look carefully at the chart.  Sometimes certainly
color combinations give you a better chance at identifying your dog’s underlying
genetic makeup.

My stud dog is a bright red brindle.  His
sire was a sable, his dam another red brindle.  Looking back one more
generation (grandparents) didn’t help me much — they were all brindles. 
Knowing that his sire is sable helps me with one clue — he couldn’t be
homozygous brindle because one parent is a solid color.  In his first
breeding he was bred to a red and white bitch.  It was the first breeding
for both dogs, so we waited to see if the puppies would give us any clues as to
the recessives each parent might carry.  The first puppy born was a
tri-color.  Eureka!  We now know that the sire and dam both carry
tri.  With the appearance of one puppy we knew the color genotype of both
parents.  It usually isn’t that easy.

In Cardigan we have mostly dominant
modifiers.  Dominants genes are easy — you must have a parent that color
to get a puppy that color (with the exception of sable, because brindle masks
sable).  The recessives are more difficult because they can remain hidden
for countless generations.  Chinchilla is that way, as well as both dilute
factors.

I hope this helps new breeders understand
Cardigan colors a little better.

 

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